27 Dezember 2006

Stammholzpreise verlassen die Talsohle

Die Preise am hiesigen Holzmarkt zeigten in den vergangenen 26 Jahren ein ständiges und starkes Auf und Ab. Besonders deutlich abwärts ging es immer dann, wenn verheerende Stürme über Deutschland oder über andere wichtige Länder der europäischen Holzproduktion hinwegzogen und nur noch Bruchholz zurückließen. Manchmal machte aber auch die Massenvermehrung der Borkenkäfer einen ungeplant hohen Einschlag nötig und drückte die Preise.

Doch momentan ist nichts von einem derartigen Druck zu spüren, ganz im Gegenteil, die Preise bewegen sich kraftvoll nach oben. Denn Holz wird in vielen Verwendungsbereichen immer beliebter und der Waldbesitz verzeichnet für zahlreiche Sortimente eine wachsende Nachfrage.

Vor allem hat die deutsche Sägeindustrie in den vergangenen Jahren ihre Produktionskapazitäten deutlich erhöht; sie konnte insbesondere auf den Exportmärkten erheblich mehr ihrer Nadelschnittholzprodukte verkaufen. Aber auch die schwächeren Sortimente sind zunehmend gefragt.

Hier konkurrieren die Papier-, Zellstoff- und Holzwerkstoffindustrie mit den energetischen Verwendern von Holz. Regional kann es sogar zu Versorgungsengpässen kommen. Die Branche versucht, dem durch eine stärkere Mobilisierung des Rohstoffes vor allem im Kleinprivatwald entgegenzusteuern.

Entwicklung der Stammholzpreise

Entwicklung_der_Stammholzpreise.gif

(Vgl. Meldung vom 2006-08-01.)

Source: ZMP-Marktgrafiken vom 2006-12-18.

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