8 Oktober 2002

Stärkepolyester auf der Basis derivatisierter Fettsäuremethylester

Die globalen Entsorgungsprobleme kurzlebiger Produkte, insbesondere Verpackungsmaterialien und die Verknappung der nicht unbegrenzt zur Verfügung stehenden fossilen Ressourcen, erfordern die Suche nach Alternativen für Produkte aus konventionellen Kunststoffen. Ein viel versprechender Beitrag zur Lösung dieses Problems ist der Einsatz von biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW’s).

So können BAW’s für bestimmte Anwendungen die bisher eingesetzten langlebigen Polymere substituieren. Damit kann vielfach ökonomischen, vor allem ökologischen, Erfordernissen im Hinblick auf eine Vermeidung der Umweltbelastung beim Kunststoffeinsatz verstärkt Rechnung getragen werden.

Wegen ihrer unbegrenzten Verfügbarkeit, CO2 – Neutralität und inonnativen Nachhaltigkeit sind die nachwachsenden Rohstoffe von besonderem Interesse als Industrierohstoffe zur Herstellung von BAW’s. Beim PPM e.V. wurde deshalb die Möglichkeit untersucht, durch die Kombination von Eigenschaften verschiedener nachwachsender Rohstoffe BAW’s herzustellen.

Zielstellung dieses Projektes war die Eigenschaftsverbesserung stärkebasierter Werkstoffe durch Hydrophobierung der Stärke unter Erhaltung ihrer guten biologischen Abbaubarkeit. Eine effektive Methode zur Hydrophobierung der Stärke besteht in der Veresterung der Stärke mit Carbonsäuren.

Die Synthesemöglichkeiten zur Herstellung von Stärkepolyestern auf der Basis derivatisierter Fettsäuremethylester wurden untersucht. Im Ergebnis wurden Stärkepolyester mit Substitutionsgraden von 0,5 bis 0,6 hergestellt, die bessere Eigenschaften hinsichtlich der Wasserbeständigkeit, der Transparenz sowie der Thermoplastisität im Vergleich zur thermoplastischen Stärke aufweisen. Damit eignen sich diese Stärkederivate vor allem als Additive zur Hydrophobierung wasserempfindlicher Biokunststoffe.

Kontakt:
Zuhair Saleem
Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e.V.
Berliner Chaussee 66
39114 Magdeburg
E-Mail : ppm-magdeburg@t-online.de
Internet : www.ppm-magdeburg.de

Source: Mitteilung der Pilot Pflanzenöltechnologie Magdeburg e.V. vom 2002-10-08.

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