14 Juni 2011

Staatssekretär Bleser: Rahmenbedingungen für eine moderne, nachhaltige Waldwirtschaft in Europa stärken

Europäische Forstministerkonferenz 2011 berät über verbindliche Maßnahmen

Nachhaltig erzeugtes Holz ist ein wichtiger, unverzichtbarer Rohstoff und erneuerbarer Energieträger. Aktuelle Studien prognostizieren für 2030 Versorgungsengpässe allein in der Europäischen Union von 150 bis 420 Millionen Kubikmeter. Umso wichtiger ist eine nachhaltige europäische Waldpolitik.

“Oslo hat den Startschuss zu den Verhandlungen über ein rechtsverbindliches Waldinstrument in Europa gegeben”, sagte Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundeslandwirtschafsministerin am Dienstag in Oslo bei der 6. Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa. In einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Gesellschaft komme der Nutzung nachwachsender Rohstoffe eine Schlüsselrolle zu – und dazu gehöre natürlich vor allem der Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung. “Der Bericht zum Zustand der Wälder in Europa zeigt, dass Europa in diesem Bereich gut aufgestellt ist”, sagt Bleser.

Eine der größten aktuellen Herausforderungen besteht in dem Konflikt zwischen dem steigenden Holzbedarf auf der einen Seite und der Forderung nach einer Ausweitung von Nutzungsverzichten bzw. nutzungsfreien Waldflächen auf der anderen Seite. Die Auflösung dieses Konfliktes könne nur in einer integrativen nachhaltigen Forstwirtschaft liegen, die Nutzung und Schutz in vielfältigen Mustern miteinander verbinde, so Bleser. Mit den beiden Entscheidungen von Oslo zur Aufnahme von Verhandlungen über ein rechtsverbindliches Abkommen zu Wäldern und zur künftigen Zusammenarbeit innerhalb Europas auf dem Gebiet der Walderhaltung und der Forstwirtschaft soll dies nun verstärkt vorangetrieben werden.

Weitere Informationen

Source: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemitteilung, 2011-06-14.

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