10 September 2004

Spendenaufruf für Dr. Franjo Grotenhermen: Zwischenbericht und Danksagung

sowie persönliche Grüße von Dr. Grotenhermen

1. Zwischenbericht und herzlicher Dank von Dr. Martin Schnelle

Im Namen des Vorstandes von FRAN-GO e.V., einem Verein, der genau zu diesem Zweck gegründet wurde, insbesondere aber auch als Mitglied des IACM-Vorstandes, möchte ich mich ganz herzlich für die sofortige und überwältigende Spendenbereitschaft bedanken. Wir sind tief beeindruckt davon, wie groß die Hilfsbereitschaft bei Freunden und Kollegen von Franjo Grotenhermen in aller Welt ist. Hier unsere bisherige Bilanz:

Zwischen 26. Juli und 20. August wurden an FRAN-GO e.V. 112 Spenden überwiesen. 71 Spender gaben Beträge bis 100,- Euro, 41 Spender überwiesen Beträge ab 100 Euro; davon halfen 12 Spender mit Beträgen von 500 Euro und mehr. Die gespendete Summe beträgt insgesamt etwa 17.000 Euro.

Die bisherigen Behandlungen von Franjo Grotenhermen haben ihn aus seiner lebensbedrohlichen Krise heraus bringen können. Ob 15 Therapien (á 1.150,- Euro) ausreichen werden, Franjo Grotenhermens Gesundheit ausreichend zu stabilisieren, lässt sich zur Zeit nicht zuverlässig abschätzen. Wir sind aber guter Hoffnung, dass der bisher gespendete, bedeutende Betrag zunächst eine ausreichende Basis darstellt.

Gleichzeitig unternimmt Franjo Grotenhermen neue Anstrengungen, die Kosten der Hämapherese von seiner Krankenkasse erstattet zu bekommen. Sobald ihm seine Kräfte das erlauben, werden auch rechtliche Schritte gegen seine Versicherung in Erwägung gezogen.
Wir möchten Ihnen versichern, dass gespendete Beträge, die z.B. durch erfolgreiche Verhandlungen mit der Krankenkasse, nicht mehr für die Behandlung von Franjo Grotenhermen gebraucht werden sollten, selbstverständlich den gemeinnützigen Zwecken von FRAN-GO e.V. oder der IACM dienen werden.

Obwohl wir wissen, dass manchem mit kleinem Einkommen eine Spende von 100 Euro schwerer fallen kann als anderen eine Spende von 1.000 Euro, möchten wir hier doch die Namen der Spender von Beträgen ab 500,- Euro nennen und besonders würdigen: Michael Behrends, Farmalyse B.V. (Pieter Lieft), Raphael Mechoulam, Ricardo Navarrete Varo, Manfred Renner und Willem Scholten. 1.000 Euro oder mehr haben gespendet: David Bronner, Delta-9-Pharma, Dale Gieringer, Hanfburg, Storz & Bickel GmbH und www.hanf-info.ch.

Herzlichen Dank unseren Großspendern! Wir wissen jedoch auch: Jede noch so kleine Spende hat uns geholfen!

Abschließend eine persönliche Anmerkung: Da Franjo Grotenhermen selbst öffentlich nur ungern über Privates spricht, bin ich autorisiert, Ihnen zu erzählen, dass er kürzlich seine Partnerin Christiane geheiratet hat und demnächst Vater wird. Um so schöner zu wissen, dass wir nicht nur einem Freund und Kollegen helfen, sondern auch einer jungen Familie.

Mit herzlichen Grüßen
Martin Schnelle (Vorstandsmitglied IACM / 1. Vorsitzender FRAN-GO e.V.)

2. Persönliche Grüße von Dr. Grotenhermen

Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir durch ihre Spende diese wichtige und wirksame Behandlung ermöglichen. Viele haben auch persönliche Briefe per E-Mail oder Post geschrieben und mir eine baldige Genesung gewünscht. Viele haben sich Gedanken über weitere Therapiemöglichkeiten gemacht. Diese Anteilnahme hat mich und meine Familie sehr gefreut. Sie hilft uns sehr, die gegenwärtige Krise besser zu bewältigen. Es wird sicherlich noch einige Monate dauern, aber ich habe durch die Unterstützung so vieler Menschen eine sehr gute Chance, mich zu erholen und meine Arbeit fortzuführen.

Ich befasse mich seit vielen Jahren intensiv mit den Behandlungsmöglichkeiten meiner seltenen Erkrankung. Ich habe nicht nur Bücher über Cannabis und die Cannabinoide geschrieben, sondern auch ein kleines Buch für Patienten mit Herzerkrankungen. Neben der Rheohämapherese nutze ich einige weitere Therapien, darunter ein Herzmedikament und einen Gingko-Extrakt, bei Schmerzen ein Opiat, sowie physikalische Therapie. Zur Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes achte ich auf meine Ernährung und mache gelegentlich einen Aderlass. Ich habe auch zwei Therapievorschläge versucht, die jüngst von den Lesern der IACM-Informationen kamen. Leider zeigten diese keinen relevanten Effekt. Die Rheohämapherese ist die mit Abstand wirksamste Behandlung in meiner aktuellen gesundheitlichen Situation und zur Zeit für mich lebensnotwendig. Ich kann daher allen Spendern nicht genug für Ihre Unterstützung danken.

Internationale Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin e.V. (IACM)
Rückertstraße 4
D-53819 Neunkirchen
Deutschland
Tel.: +49-(0)2247-968083
Fax: +49-(0)2247-9159223
E-Mail: info@cannabis-med.org

(Vgl. Meldung vom 2004-07-23.)

Source: IACM-Informationen Spezial vom 2004-08-21.

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