5 März 2007

Seehofer: Nachwachsende Rohstoffe entwickeln sich zur tragenden Säule alternativer Energieformen

Europäische Konferenz in Nürnberg eröffnet

“Nachwachsende Rohstoffe können Menschen in ländlichen Räumen wichtige Zukunftsperspektiven bieten und gleichzeitig Antwort geben auf die Energiefragen unserer Zeit”. Das sagte Bundesminister Seehofer auf der Konferenz Fuelling the Future – Renewable Resources Show the Way Forward for Rural Areas in Europe, die im Rahmen der deutschen Ratspräsidentschaft am 5. März in Nürnberg eröffnet wurde.

Seehofer benannte als größte Herausforderungen der heutigen Zeit die Energie- und Rohstoffknappheit und den Klimawandel. “Wir brauchen eine ganz neue Energiepolitik”, so Seehofer. Eine besondere Bedeutung wies er der Energie aus Biomasse und nachwachsenden Rohstoffen zu. Diese sei mit einem Anteil von 62% aller erneuerbaren Energien die “tragende Säule” alternativer Energieformen. “Energie aus Biomasse und nachwachsenden Rohstoffen hilft unsere Energieabhängigkeit zu verringern und den Herausforderungen der globalen Erwärmung entgegenzutreten”, so der Minister.

Durch den Anbau und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe sieht Seehofer auch ganz besondere Wertschöpfungspotentiale für den ländlichen Raum. “Nachwachsende Rohstoffe erweitern die Dimensionen in der Land- und Forstwirtschaft. Der Land- und Forstwirt wird zum Energiewirt.” Zusätzlich würden durch neue Technologien auch neue Arbeitsplätze im ländlichen Raum geschaffen. Dies spricht auch gerade junge Leute an, die sich zunehmend für eine berufliche Zukunft auf dem Lande entscheiden. “Die Zeiten, in denen ländliche Räume als altmodisch und rückständig galten, sind vorbei,” so Bundesminister Seehofer.

Nachwachsende Rohstoffe sind auch Chancengeber für Europa. Zwei Tage lang treffen sich Experten aus nahezu allen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, um über Zukunftsstrategien und den Handlungsbedarf für eine erfolgreiche Förderung nachwachsender Rohstoffe in Europa zu diskutieren. Dabei steht der Erfahrungsaustausch über verschiedene Nutzungsformen und Strategien der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten im Vordergrund. Gemeinsam sollen neue Impulse für die künftige Ausrichtung der europäischen Rahmenbedingungen entwickelt werden

(Vgl. Meldungen vom 2007-03-02 und 2006-10-06.)

Source: Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), Pressemitteilung Nr. 035, 2007-03-05.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email