3 November 2006

Schleswig-Holstein: Biogas aus Speiseresten

Küchen- und Speiseabfälle dürfen jetzt in Schleswig Holstein zur Erzeugung von Biogas verwendet werden. Das Landwirtschaftsministerium in Kiel hat die Erlaubnis erteilt, Speisereste in Faultürmen von Kläranlagen oder in Biogasanlagen mitvergären zu lassen.

Damit gibt es für die in Gaststätten, Hotels und Großküchen anfallenden Abfälle eine neue Möglichkeit zur Entsorgung. Bisher wurden vielfach Speisereste erhitzt und als Futtermittel in der Schweinemast eingesetzt. Dies ist jedoch seit dem 31. Oktober laut EU-Recht nicht mehr erlaubt.

Als erste Kooperation werden in Schleswig Holstein jährlich 15.000 t Speisereste in den Faulturm der Kläranlage der Stadtwerke Schleswig eingespeist und aus dem erzeugten Gas in einem zweiten Schritt Strom und Wärme produziert. Nach Angaben des Ministeriums werden durch die Vergärung die Speisereste so behandelt, dass der anfallende Klärschlamm als unbedenklich einzustufen ist und als organischer Dünger verwendet werden kann.

(Vgl. Meldung vom 2006-10-30.)

Source: Ernaehrungsdienst vom 2006-11-03.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email