22 Februar 2002

Schafwoll-Vliese erfolgreich gegen Schadstoffbelastung

Ein Kindergarten in Weilrod, der aufgrund von gemessenen Tris-, Formaldehyd- sowie Phthalatbelastungen im November vergangenen Jahres zwischenzeitlich geschlossen werden musste, konnte nun mit Hilfe von eingesetzten Schafwollvliesen seine Räumlichkeiten entgiften und nach einer Presseerklärung des Ersten Beigeordneten Günter Vollberg wieder ohne Bedenken für den Kindergartenbetrieb öffnen (vgl. auch Meldung vom 2002-01-24). “Hier wirken bereits jetzt mit Erfolg die eingebrachten Schafwoll-Vliese wie eine Art Filter und werden auch in Zukunft regelmäßigen Kontrollen unterzogen, um auf jeden Fall sicherzustellen, dass eine erneute Belastung nicht mehr befürchtet werden muss”, erklärte der ehrenamtliche Vizebürgermeister, der den erkrankten Bürgermeister vertritt.

Vollbergs Aussage nach beruhten die Innenraumbelastungen auf den Ausgasungen eines bei Renovierungsarbeiten benutzten Klebers, denn nach abschließenden Gutachten steht fest, dass sich hier deutliche Emissionen an Aldehyden und Carbonsäuren ergaben. Der Hinweis auf die neutralisierenden Eigenschaften der Schafwoll-Vliese wurde von der Kommune mit der Hoffnung auf eine preiswerte Lösung dankbar umgesetzt. Mitarbeiter des Bauhofes hatten die Schafwoll-Matten dann in einer ausgetüftelten Lattenkonstruktion an den Wänden angebracht – mit der entsprechenden Wirkung, wie sich jetzt herausstellt. Nach der vorläufigen Abschlussuntersuchung des TÜVs Süddeutschland und einer erfolgten, gründlichen Nass-Endreinigung konnte der Kindergarten wieder frei gegeben werden.

Autorin: Marion Kupfer
Endredaktion: Michael karus (nova)
Quelle: Usinger Anzeiger und rhein-main-net vom 2002-02-22.

Source: Usinger Anzeiger und rhein-main-net vom 2002-02-22.

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