5 Dezember 2003

Schadstoffeinträge und Dürre – für den Wald ist keine Besserung in Sicht

Vor dem Waldzustandsbericht 2003

“Auch in diesem Jahr hat sich der Zustand des deutschen Waldes nicht verbessert, sondern tendenziell verschlechtert. Die durch den schlechten Waldzustand verursachten wirtschaftlichen Einbußen belasten die Forstbetriebe auf lange Sicht”, so die Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW), PD Dr. Ute Seeling im Vorfeld des für Mitte Dezember erwarteten Waldzustandsberichtes 2003 der Bundesregierung.

Es sei schon jetzt anhand der Waldzustandsberichte der Länder erkennbar, dass die Schäden bei den Eichen zugenommen haben. Lediglich der Zustand der Fichten scheint sich in manchen Regionen zu verbessern. Damit die Forstbetriebe diese durch die Gesellschaft verursachten Probleme finanziell ausgleichen können, muss die Bundesregierung die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Forstwirtschaft verbessern. Dazu hat sich die Bundesregierung im Frühjahr im Rahmen der “Wiener Erklärung” auf paneuropäischer Ebene zwar verpflichtet, doch sind diese Zusagen nun auch zügig umzusetzen. Stattdessen wird über eine Novellierung des seit Jahrzehnten bewährten Bundeswaldgesetzes diskutiert, und es besteht die Gefahr, den deutschen Wald mit zusätzlicher Bürokratie zu ersticken.

Mit Blick in die Zukunft des Waldes meint Dr. Seeling: “Man braucht kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, dass sich die Situation des Waldes kurzfristig nicht verbessern wird. Der trockene Sommer 2003 und die daraus resultierende Käferbelastung könnte im nächsten Jahr zu einem bösen Erwachen führen.”

(Vgl. Meldungen vom 2003-10-28, 2003-08-27 und 2003-04-30.)

Source: Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. (AGDW) vom 2003-12-05.

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