28 März 2007

Saubere Energie aus Holzresten

Reject Power in Biomasse-Heizkraftwerk in Baden-Württemberg

Die Siemens AG Österreich hat vom Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen (RBB) den Auftrag erhalten, eine “Reject Power”- Anlage für ein neues Biomasse-Heizkraftwerk in Baden-Württemberg zu liefern. Das mit dem Schleuderradverfahren arbeitende System erlaubt auch die Nutzung von Brennstoffen mit hohem Wassergehalt wie beispielsweise Siebreste aus der Hackschnitzelaufbereitung.

Die Reject-Power-Anlage ist für eine thermische Leistung von sechs Megawatt ausgelegt. Das neue Biomasse-Heizkraftwerk wird sowohl elektrische Energie als auch Fernwärme liefern. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 3,5 Millionen Euro. Die Übergabe der Anlage ist für Juli 2008 geplant. Bei Durchforstungen und bei Sammlungen von Strauchschnitten aus dem Privatbereich fallen jährlich große Mengen an Resthölzern an. Diese dienen als Ausgangsmaterial für Holzhackschnitzel. Die bei der Hackschnitzelaufbereitung zurückbleibenden Siebreste wurden bisher der Bevölkerung zur kostenlosen Abnahme zur Verfügung gestellt.

Herkömmliche Hackschnitzelheizanlagen können Siebreste nicht verarbeiten, die Mitverbrennung in einer Müllverbrennungsanlage ist unwirtschaftlich, da es sich um Biomasse handelt. Um eine effiziente thermische Nutzung der Siebreste zu erreichen, errichtet der Zweckverband Restmüllheizkraftwerk Böblingen auf dem Gelände der bestehenden Müllverbrennungsanlage ein separates Biomasse-Heizkraftwerk.

Source: Infoholz, 2007-03-27.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email