17 Juni 2000

Sachsen-Leinen weiht Anlage zur Verarbeitung von Flachs und Hanf ein

Der Unternehmensverbund Sachsen-Leinen e.V. hat auf einem Landgut in Waldenburg (Sachsen) ein Gebäude gemietet, in dem seine Mitglieder, eine Allianz aus 35 Unternehmen, in Zukunft arbeiten wollen. Am 25.06.00 eröffnet der Verein ein Demonstrationszentrum für die Verarbeitung von Pflanzenfasern. Der Hanf für die Testläufe wird vom Gutsbesitzer Stephan Stiegler geliefert.

Durch innovative Produkte will Sachsen-Leinen den Anbau und die Verarbeitung heimischer Faserpflanzen auf ein solides, wirtschaftliches Fundament stellen. Die Mitglieder von Sachsen-Leinen kommen aus den Bereichen Landwirtschaft, Textil-, Kunststoff- und Baustoffindustrie, sowie Forschern und Land- und Textilmaschinenbauern. Bis Ende 1999 hatten allein fünf der 35 Firmen 40 Mill. DM (20,4 Mill. Euro) investiert und damit 65 Arbeitsplätze geschaffen und 128 stabilisiert.

Die Mitgliedsfirmen produzieren die unterschiedlichsten Produkte. Diese reichen von Ziegelsteinen aus Hanf für Fachwerkhäuser über Trittschallmatten und Möbelplatten bis hin zu Vliesen als Ausgangsmaterial für Musikinstrumentenkoffer. Ein weiteres Standbein von Sachsen-Leinen ist die textile Verarbeitung von Flachs.

Durch den Aufbau der neuen Verarbeitungslinien sah der Unternehmensverbund auch Chancen für den Maschinenbau. So entwickelte die Firma AKE-Innotech zusammen mit einem Ingenieurbüro aus Dresden eine Anlage, die Flachs und Hanf zu Fasern unterschiedlicher Qualitäten verarbeiten kann.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: www.freiepresse.de vom 17.06.00.

Source: www.freiepresse.de vom 17.06.00.

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