10 Oktober 2001

Sachsen-Anhalt setzt auf Biomasse – Potentialstudie soll Investitionsschub auslösen

In Sachsen-Anhalt befinden sich 26 Holzheizkraftwerke mit einer Wärmeleistung von rund 400 MW in Planung, Bau oder bereits in Betrieb. Nach dem Boom der Windkraftbranche setzt das Ministerium für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt auf Strom aus Biomasse. Experten sehen in der Biomasse die größten Wachstumschancen bei den erneuerbaren Energieträgern.

Als Wegweiser für Investoren will das Ministerium eine Potentialstudie erstellen lassen. Darin sollen günstige Standorte für Biomassekraftwerke erkundet werden. Die Studie soll Wirtschaft und Politik Informationen zu standortkonkreten Potentialen, zur notwendigen Infrastruktur (Transportwege), zu Kosten, Wirtschaftlichkeit und Fördernotwendigkeit geben.

Keller: “Vor fünf Jahren haben wir eine Windkraftpotentialstudie erstellt, mit dem Erfolg, dass Sachsen-Anhalt bei der Windkraft heute einen Spitzenplatz belegt. Warum sollte uns das Gleiche nicht auch bei der Biomasse gelingen?”

Seit Juli 2001 wird Strom aus Biomasse, der ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird mit 17-20 Pf je Kilowattstunde vergütet. Damit sind Investitionshemmnisse für die Biomassenutzung weitgehend beseitigt. Eine solche feste Vergütung gab es bislang nur für die Windenergie.

Als Biomasse eignen sich Rest- und Altholz, schnellwachsende Hölzer, Stroh und pflanzliche Abfälle und nicht zur Ernährung oder Verfütterung vorgesehene Produkte wie: Raps, Rüben, Kartoffeln, Mais etc..

In Sachsen-Anhalts Wälder fällt ca. 300 000 – 400 000 Festmeter Schwachholz jährlich an. Keller:” Damit ist unser Biomasse-Potenzial sicher nicht ausgeschöpft. Ich erhoffe mir von der Biomasse-Nutzung einen starken Zugewinn bei den erneuerbaren Energien.”

Infos über Fördermöglichkeiten:
www.mrlu.sachsen-anhalt.de

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt, Magdeburg vom 2001-10-10.

(Vgl. auch Meldungen vom 2001-08-17, 2001-07-02 und 2001-05-07/08).

Source: Pressemitteilung des Ministeriums für Raumordnung, Landwirtschaft und Umwelt, Magdeburg vom 2001-10-10.

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