27 September 2006

Saarland gegen Regenwaldabholzung für Biokraftstoffe

Das Umweltministerium des Saarlandes will diese Woche im Agrarausschuss des Bundesrates und im Umweltausschuß des Bundesrates jeweils einen Entschliessungsantrag stellen, der die Rodung von Regenwaldarealen zugunsten von Ölpalmplantagen zur Biokraftstofferzeugung verhindern soll.

Der Antrag zielt darauf ab, dass sowohl bei der Beimischung von Biokraftstoffen zu herkömmlichen Kraftstoffen als auch bei der Nutzung in Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nur solche Pflanzenöle verwendet werden dürfen, die entweder in der Europäischen Union selbst erzeugt oder die nach einem in der EU anerkannten Zertifizierungssystem angebaut worden sind.

Nach Ansicht des saarländischen Umweltministeriums entspricht einerseits die Rodung von Regenwald für Ölpalmplantagen nicht dem Gedanken der Nachhaltigkeit und ist andererseits schwer verständlich, dass über das EEG dieses Öl vom deutschen Verbraucher zu hohen Garantiepreisen vergütet wird.

(Vgl. Meldungen vom 2006-08-03, 2006-07-21 und 2006-03-18.)

Source: Boxer-Infodienst vom 2006-09-25.

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