17 März 2009

Rückwandfolien für Photovoltaikanlagen aus Cellulose

US-Unternehmen BioSolar will organische Trägermaterialien für Dünnschichtmodule auf den Markt bringen

BioSolar, Inc. (Santa Clarita, Kalifornien), Anbieter von Technologien zur Produktion von Photovoltaik-Trägermaterialien auf Grundlage von Pflanzenrohstoffen, berichtete am 9.03.2009, das Unternehmen plane, seine “BioBacksheet”-Technologie so zu erweitern, auszubauen, damit sie für CIGS-Module (Kupfer, Indium, Gallium und Selen) sowie CdTe-Dünnschichtmodule (Cadmium tellurid) genutzt werden kann. Laut Pressemitteilung durchlaufe die für Photovoltaik-Module auf der Basis von kristallinem Silizium (C-Si) entwickelte Technologie noch das Patentverfahren und soll für die Produktion noch verbessert werden.

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Das Verfahren sei entwickelt worden, um auf dem Rohstoff Öl basierende Materialien durch erneuerbare, pflanzliche Ressourcen zu ersetzen. Das “BioBacksheet” sei ein hochwertiges Trägermaterial aus Cellulose in Verbindung mit einem besonders wasserresistenten und nicht leitendem Nylonfilm aus den Samen der Ölpflanze “Wunderbaum” (engl. Castor).

“Gegenwärtig hat die Photovoltaik auf Basis von kristallinem Silizium den größten Marktanteil”, so BioSolar-Vorstand Dr. David Lee, “BioSolar hat jedoch erkannt, welches Potenzial kostengünstige Dünnschichtmodule haben, insbesondere auf der Grundlage von CIGS oder CdTe. Diese Technologien werden auf dem weltweiten Photovoltaik-Markt immer wettbewerbsfähiger und schon jetzt werden riesige Investitionen in sie getätigt. Viele Hersteller von Dünnschicht-Photovoltaik haben bereits großes Interesse an Rückwandfolien aus ‘grünen’ Materialien gezeigt.”

Leichtere und billigere Rückwandfolien aus pflanzlichem Material
BioSolar zitiert eine Studie des Marktforschers Greentech Media, die vorhersagt, dass “Unternehmen, die CdTe-Module herstellen, bis zum Jahr 2012 bis zu 1,5 Gigawatt fertigen werden beziehungsweise rund 6 % Weltmarktanteil erreichen werden”. Diese Studie gehe außerdem davon aus, dass der Anteil der mit CIGS-Technologie produzierten Solar-Module im gleichen Zeitraum 12 Prozent erreichen könne, was einer Leistung von 3 Gigawatt entspreche. “Diese Produkte benötigen eine Rückwandfolie, die das Eindringen von Feuchtigkeit möglichst umfassend verhindert. Momentan wird dafür Glas verwendet. Das funktioniert, aber Glas ist schwer und relativ teuer”, erläutert Dr. Stanley Levy, Technikvorstand von BioSolar. “Deshalb haben wir ‘BioBacksheet’ entwickelt, das die Solarzellen angemessen vor Feuchtigkeit schützt. Dabei handelt es sich um eine mehrschichtige Folie aus 100 Prozent recyceltem, pflanzlichem Material. ‘BioBacksheet’ wird sowohl günstiger als auch wesentlich leichter sein als Glas. Die Kosten sind die größte Hürde dafür, dass die Solarenergie fossile Brennstoffe ersetzt. Hersteller, welche die Kosten senken wollen, sehen sich ständig nach neuen Materialien um. Wir rechnen damit, dass unser innovatives Produkt schnell zum Standard für Rückwandfolien werden wird, zunächst für herkömmliche Module und anschließend für Dünnschichtmodule.”

Source: Der Solarserver, 2009-03-17.

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