1 April 2010

Rückgang des Inlandsverbrauchs von Biodiesel im Jahr 2009

Rückgang der Reinkraftstoffvermarktung wird durch steigende Beimischung nicht kompensiert

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) hat auf Basis der offiziellen Daten des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) den Inlandsverbrauch von Biokraftstoffen für die Jahre 2007 bis 2009 ausgewertet. Dabei bestätigt sich der dramatische Einbruch des Absatzes von reinem Biodiesel (B100) und Pflanzenölkraftstoff (PÖL).

Gegenüber 2008 ging der Inlandsverbrauch der bis dato wichtigsten deutschen Biokraftstoffe im Jahr 2009 um jeweils drei Viertel zurück. Mit 77,8 Prozent fällt der Rückgang bei B100 gegenüber 75,1 Prozent bei PÖL sogar noch deutlicher aus. In absoluten Zahlen betrachtet, sank der Verbrauch von B100 von annähernd 1,1 Millionen Tonnen auf nur noch 240.600 Tonnen. Der Verbrauch von Pflanzenölkraftstoff sank im gleichen Zeitraum von ca. 400.000 Tonnen auf lediglich 100.000 Tonnen. 2007 lagen die Verbräuche sogar noch erheblich höher als 2008. Die Statistik weist für B100 einen Verbrauch von über 1,8 Millionen und für PÖL von 755.800 Tonnen aus.

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Der Anstieg des Biodieseleinsatzes im Rahmen der Beimischung zu konventionellem Diesel, der sich durch die Anhebung der Beimischung von fünf auf sieben Prozent (B5 bzw. B7) ergeben hat, fiel 2009 gegenüber 2008 mit 41,1 Prozent bzw. 663.500 Tonnen zwar ebenfalls deutlich aus, doch konnte dies den Rückgang des Reinkraftstoffabsatzes bei weitem nicht vollständig kompensieren. In der Summe reduzierte sich der Verbrauch um 15,5 Prozent, das entspricht 497.800 Tonnen.

Mit Blick auf diese Marktzahlen fordert die UFOP den Gesetzgeber erneut auf, die notwendigen Schritte zur Belebung des Reinkraftstoffmarktes einzuleiten.

Source: Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Pressemitteilung, 2010-03-26.

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