18 Januar 2016

Rückblick: Abschlussveranstaltung des Projekts BioFabNet

Viele Neuerungen im 3D-Druck sowie Informationen zur Bioökonomie

Seit August 2013 wurden im Biobased Fabrication Network neue biobasierte Kunststoffe für den 3D-Druck entwickelt und getestet. Mit einer Veranstaltung, bei der sich ein bunt gemischtes Publikum über die Projektergebnisse, die Neuerungen im 3D-Druck sowie die Bioökonomie informierte, kam das Projekt am 1. Dezember 2015 zu einem gebührenden Abschluss.

Es zeigte sich bereits zu Beginn der Veranstaltung, dass eines der Ziele des Projekts – nämlich die Öffentlichkeit auf die Möglichkeiten der Bioökonomie und biobasierten Kunststoffen aufmerksam zu machen – erreicht wurde. Denn auf die gemeinsame Einladung der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH zusammen mit InteriorPark GmbH kamen nicht nur die Projektpartner und Materialtester, sondern auch Designer, Architekten und Bioökonomie-Interessierte.

Die etwa 60 Teilnehmer waren begeistert von der Schnittstelle zwischen Nachhaltigkeit und 3D-Druck, Design und Architektur. Thematisch passend fand die Abschlussveranstaltung im InteriorPark Store in Stuttgart statt, in dem nachhaltiges Möbeldesign ausgestellt wird.

Nach der Begrüßung durch Tina Kammer, Geschäftsführerin der InteriorPark GmbH, gab Professor Dr. Ralf Kindervater, Geschäftsführer der BIOPRO Baden-Württemberg GmbH, eine Einführung in die Bioökonomie und deren Möglichkeiten und betonte die Notwendigkeit, unsere Wirtschaft auf eine neue Rohstoffbasis zu stellen. Außerdem stellte er das vom BMBF geförderte Projekt BioFabNet vor, dessen Projektverlauf und die dabei erhaltenen Ergebnisse und Erkenntnisse. Dem Projektkonsortium ist es während einer Projektlaufzeit von zweieinhalb Jahren gelungen, anfängliche Probleme bei der Filamentextrusion zu überwinden und neue biobasierte Kunststoffe zu entwickeln, die dann von einer Community aus über 70 Materialtestern getestet und bewertet wurden.

Im zweiten Vortrag präsentierte Steve Rommel, Gruppenleiter Generative Fertigung am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) und Projektpartner, die unterschiedlichen Verfahren im Bereich der Generativen Fertigung sowie deren neueste Entwicklungen.

Einen inspirierenden Abschluss bildete der Vortrag von Dr. Arndt Pechstein vom Biomimicry Germany e.V., der anschaulich vermittelte, wie man von natürlichen Funktionsweisen lernen kann und diese in moderne Anwendungen umsetzt. Unter Biomimicry versteht man die technische Nachahmung von Prozessen, Systemen und Komponenten, welche sich in der Natur im Laufe von Millionen von Jahren über natürliche Selektion gebildet haben. Ein beeindruckendes Beispiel war Celeras Prozess der Kohlenstoffdioxidfixierung. Durch Umwandlung von CO2 aus industriellen Abgasen und Konvertierung in einen neuartigen Calcium-Carbonat-Zement kann ausgestoßenes CO2 fixiert werden. Durch diese Konversionstechnologie wird CO2 zu einem profitablen Ausgangsmaterial.

Die Veranstaltung war geprägt von einem regen Austausch der Teilnehmer, die den interdisziplinären Ansatz des Abends begrüßten. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, Akteure unterschiedlicher Disziplinen zusammen zu bringen.

Source: BIOPRO Baden-Württemberg, Pressemitteilung, 2015-12-17.

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