15 August 2006

Rohstoffmangel: Deutschlands Biogas-Erzeuger fürchten um Nachschub mit Ackerfrüchten

Ernteausfälle wegen der Sommerhitze plagen Energiewirte im Nachhinein

Der heißeste Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnungen bringt Biogasanlagen-Betreiber in Bedrängnis. Die Ernteausfälle bei Mais und Sommergetreide führen dazu, dass ihnen ihr Rohstoff ausgeht. Beim Winterweizen beispielsweise geht der Deutsche Bauernverband von regionalen Rückständen bis zu 45 Prozent und Mehrkosten von mehr als einem Euro pro Dezitonne aus.

Von den Auswirkungen sind neben konventionellen Landwirten auch die Betreiber von Biogasanlagen betroffen. Sie müssen sich dem gleichen Markt stellen, um zum Beispiel Getreide oder Mais für den Betrieb der Anlagen zu beschaffen. Der Fachverband Biogas geht davon aus, dass bis zu 40 Prozent der jährlichen Betriebskosten in die Einkauf von Biomasse fließen.

“Unter der aktuellen Situation leiden zum Beispiel viele Neu-Betreiber, die seit der EEG-Novellierung in 2004 eine Anlage finanziert und gebaut haben und in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen vorgesehen hatten”, berichtet der Pressesprecher des Fachverbandes Biogas, Markus Ott. Um die erhöhten Beschaffungskosten auszugleichen, müssten sie sich nun bei ihrer Bank um eine Zwischenfinanzierung bemühen.

Source: DGS-Newsletter vom 2006-08-14.

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