2 Juli 2008

Republikanische US-Abgeordnete fordern eine Senkung der Biosprit-Produktion

Weitere Steigerungen der Maispreise werden befürchtet

Washington (AP) Eine Gruppe von mehr als 50 republikanischen Kongressabgeordneten hat die US-Umweltbehörde (EPA) zu einer Senkung der diesjährigen Vorgabe zur Produktion von Biodiesel aufgefordert. Die gesetzlich verlangte Menge von Sprit aus landwirtschaftlichen Rohstoffen werde nur die Preise weiter antreiben und damit Millionen armer Amerikaner zwingen, noch mehr Geld für ihre Lebensmittel auszugeben, hieß es in dem Brief der 51 Abgeordneten an die EPA.

Es liege in der Macht der Regierung von Präsident George W. Bush, “den wirtschaftlichen Schaden für Millionen Amerikaner zu begrenzen”, erklärte Bob Goodlatte, der führende Republikaner im Landwirtschaftsausschuss, am Montag. Auch Viehzüchter seien von den Preisanstiegen schwer betroffen. Die Preise für Mais sind im vergangenen Jahr um mehr als 80 Prozent gestiegen. Die jüngsten Überschwemmungen im Mittleren Westen haben die diesjährige Mais-Anbaufläche nochmals um neun Prozent reduziert, wodurch die Preise weiter stiegen.

Der EPA-Vorschrift zufolge müssten in diesem Jahr 34 Milliarden Liter Ethanol produziert werden, um daraus Biodiesel zu machen. Das entspräche nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums etwa 30 bis 35 Prozent der gesamten Maisernte. Die US-Regierung sieht darin ein probates Mittel im Kampf gegen den globalen Klimawandel, aber auch eine Strategie, um die Abhängigkeit der USA vom Rohöl zu verringern.

Source: PR-inside, 2008-06-30.

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