26 Juni 2003

REGIONEN AKTIV: Strohballenhäuser – Baustoffe direkt vom Getreideacker

Häuser aus Strohballen und rund 200 weitere innovative Projekte laufen im Rahmen der ländlichen Entwicklungsinitiative des BMVEL

FrontausschnittIn der Region Altmark (Sachsen-Anhalt) werden Ende des Jahres 2004 die ersten Bürger in einem Gebäude aus Strohballen wohnen. Das dreigeschossige Fachwerkhaus aus dem nachwachsenden und voll recyclingfähigen Baumaterial wird eine Wohnfläche von 500 Quadratmetern haben und etwa 17 Personen ein neues zu Hause bieten. Neben Strohballen von Landwirten aus der Region kommen außerdem regionales Holz, sowie Lehm und Sand aus der Altmark zum Einsatz.

handwerkerSämtliche Baustoffe sind schadstofffrei und ökologisch beson-ders vorteilhaft. Für die Bewohner bietet das Strohballenhaus ein hervorragendes Innenraumklima und niedrige Heizkosten, denn es entspricht den Standards eines Passivhauses. “Das Strohballenhaus schafft in der ökologischen Siedlungsgemeinschaft Sieben Linden nicht nur umweltverträglichen und gesundheitlich unbedenklichen Wohnraum, sondern mit dem Bau stärken wir auch die regionale Wirtschaft. Land- und Forstwirtschaft liefern Baustoffe, ortsansässige Handwerker sind mit der Bauausführung beauftragt”, so Eva Stützel, Geschäftsführerin des Projektträgervereins.

GefacheREGIONEN AKTIV unterstützt die aufwändige Beantragung einer allgemeinen Baustoffzulassung von Strohballen durch den Verein. Die umfangreiche Einzelfallgenehmigung für Strohballenhäuser entfällt dann. Eine Verbreitung des Strohballen-Baukonzepts in andere ländliche Gebiete kann leichter erfolgen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
Strohballenhäuser:
Dirk Scharmer
Auf der Rübekuhle 10
21335 Lüneburg
Tel.: 04131-727804
E-Mail: fachverband@strawbalehouse.de
Internet: www.strawbalehouse.de

(Vgl. Meldungen vom 2002-11-12 und 2002-05-10.)

Source: Presseinformation der REGIONEN AKTIV Bundesgeschäftsstelle: nova-Institut vom 2003-06-26.

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