24 März 2004

Rapsöl in Dachbahnen

Hersfelder Dach- und Bautenschutzunternehmen nutzt das Pflanzenöl anstelle von Mineralöl-Komponenten

Abdichtungsbahnen auf Bitumenbasis stellt Börner, Chemisches Werk für Dach- und Bautenschutz GmbH & Co. KG in Bad Hersfeld, her. Bei der Produktion dieser Polymerbitumenbahnen setzt die Firma natürliches Rapsöl als notwendigen Weichmacher anstelle von Mineralöl-Komponenten ein. Rapsöl ist als Weichmacher im Vergleich zum Mineralöl deutlich effektiver. Es muss weniger Rohstoff eingesetzt werden, um die Flexibilität der Bahnen an kalten Tagen ebenso zu gewährleisten wie im Sommer. Da Rapsöl im Laufe der Zeit an der Oberfläche der Abdichtungsbahnen eine Verharzungsschicht bildet, sorgt dies außerdem für eine lang anhaltende Konservierung.

Insgesamt wird bei Börner jährlich Rapsöl von etwa 700 Hektar – überwiegend regionaler – Anbaufläche für die Herstellung der Dachbahnen eingesetzt. 1882 wurde das Unternehmen Georg Börner von dem Sattler- und Dachdeckermeister Georg Hermann Börner als “Dach- und Schieferdeckerbetrieb” gegründet. Als Vorreiter der Branche begann Börner bereits in den 20er Jahren mit der Herstellung von Dachabdichtungsmaterial “in Rollenform”. Daneben wurden die eigenständigen Geschäftsbereiche “Gußasphalt-Beläge” und “Straßenbau-Bindemittel” ins Leben gerufen.

Übrigens ist Börner Mitglied der ARGE RapsAsphalt. Diese Arbeitsgemeinschaft, der auch C.A.R.M.E.N. und vier weitere Firmen angehören, setzt sich für die Förderung der Produkt- und Verarbeitungsqualität von RapsAsphalt ein. RapsAsphalt wird zur Oberflächenbehandlung von Straßen benutzt. Die Besonderheit ist, dass ein bedeutender Teil des erdölbasierten Bitumens durch Rapsöl ersetzt wird (vgl. Meldung vom 2003-09-01).

Kontakt:
Georg Börner, Chemisches Werk für Dach- und Bautenschutz GmbH & Co. KG., Bad Hersfeld
Tel.: 06621-175-0
E-Mail: info@georgboerner.de

Source: nawaros® vom 2004-03-13.

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