13 Juni 2007

Rapsöl als Treibstoff bei 24-Stunden-Rennen am Nürburgring erfolgreich

Kleeschulte stellt Treibstoff und fährt weltweit erstes Rapsöl betriebenes Fahrzeug erfolgreich ins Ziel

Ohrenbetäubende Motorgeräusche und überall der Geruch von Benzin liegen beim 24-Stunden-Rennen über dem Nürburgring. Hektik in der Boxengasse, wenn der Porsche eines internationalen Teams zum Boxenstopp einrauscht. Gleichzeitig fährt der Ferrari des Nachbarteams zurück auf die Rennstrecke. Und mitten dazwischen ein fast normaler Golf 4 TDI.

Auch er dreht seine Runden auf dem Nürburgring, allerdings betrieben mit dem nachwachsenden Rohstoff Rapsöl geliefert von der Kleeschulte GmbH & Co. KG – Geschäftsbereich Energie – aus Büren. Der Auftritt des kleinen umweltfreundlichen Autos zwischen den Giganten des Rennsports zeigte sich außergewöhnlich erfolgreich und damit eine echte Weltpremiere.

Mit dem Golf 4 TDI ist das ehrgeizige Team rund um den 52-jährigen Motorsport-Lizenzinstructor Paul-Martin Dose am Start. Das Fahrzeug zeichnet sich durch eine handelsübliche Umrüstung auf Rapsöl als Treibstoff aus. Ansonsten ist es ein seriennahes Fahrzeug mit 180 PS und 410 Nm. Lediglich die Sicherheitsbestimmungen wie ein Überroll- und Aufprallkäfig sowie der Rennsitz lassen den Golf von Außen von einem normalen Auto unterscheiden. So startete das Fahrzeug nach dem Testlauf von der Position 201 aus als eines der letzten Fahrzeuge.

Verglichen mit den kräftigen und hoch gezüchteten Maschinen der Mitstreiter nicht verwundernswert. Trotzdem erkämpfte sich das Team bereits nach acht Stunden über 60 Positionen auf Platz 140 der Gesamtwertung. Schnell stellen sich die Vorzüge des nachwachsenden Rohstoffes als Kraftstoff für diese strapazierende Marathonveranstaltung heraus. Der geringe Verbrauch machte weniger Boxenstopps notwendig und die Maschine lief mit dem Treibstoff zuverlässig konstant.

Und das Ganze lobenswert umweltfreundlich, denn Rapsöl ist CO2-neutral und verursacht keinen Russ wie üblicher Diesel oder auch Biodiesel. “Auch die Motorleistung nimmt merkbar zu. Unser Kraftstoff wird aufgrund dieser Vorzüge großteils von Speditionen für die Langstrecken-LKWs eingesetzt. Wir liefern Rapsöl in höchster Qualität nach DIN 51605, so wurde es auch unverändert beim Rennen eingesetzt.” berichtet Bernd Kleeschulte als Geschäftsführer der Kleeschulte GmbH & Co. KG. Das Bürener Unternehmen ist aktiv als Rapsöl-Produzent und Lieferant für Holzpellets.

“Wenn man schon im Rennsport nur im Kreis fährt, dann wenigstens mit einem umweltverträglichen Kraftstoff” ist die Überzeugung des Team-Chefs Paul-Martin Dose. Er hatte 1998 als erster ein Fahrzeug mit Biodiesel ins Rennen geschickt.

Die Kombination des zuverlässigen Fahrzeuges, des hervorragend geeigneten Kraftstoffes und des eingespielten Teams sicherte letztendlich den Platz 99 (von 220) der Gesamtwertung und den dritten Platz (von 20) in der Gruppenwertung. Das Team hatte weit über 100 Rennwagen in der Wertung überholt – eine echte Sensation für das Team mit dem Pflanzenöl-Fahrzeug. Und nicht nur das: “Mit dieser Leistung ist es dem Team weltweit erstmalig gelungen, mit einem Rapsöl betriebenem Fahrzeug die Strapazen einer 24h Marathon-Rennveranstaltung erfolgreich zu meistern.” ergänzt Teamleiter Dose die Ausführungen.

Als Fahrer war neben Teamchef Dose, dem aus der Entsorgungsbranche stammenden Gustav Dieter Edelhoff und dem Autohausbesitzer Max Kuypers der Bürener Bernd Kleeschulte selbst angetreten. Unterstützt von einem 12-köpfigen Team aus Mechanikern, einem Koch, einer Physiotherapeuten und weiteren Helfern lenkten die vier Fahrer das Fahrzeug Runde für Runde über den Asphalt der legendären Nordschleife des Nürburgrings. Neben Live-Übertragungen im Fernsehen verfolgten ca. 150.000 Zuschauer das Rennen. Fotos zum Rennen stellt das Team unter www.cybase.de zur Ansicht bereit.

Kontakt
Bernd Kleeschulte
Kleeschulte GmbH & Co. KG
Bennenberg 6
33142 Büren
E-Mail: bernd@kleeschulte.de
Tel.: 02951 – 600533

(Vgl. Meldungen vom 2007-05-10 und 2005-05-10.)

Source: Kleeschulte GmbH & Co. KG, 2007-06-13.

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