22 Mai 2001

Rapsöl als Traktorentreibstoff

Ein Demonstrationsvorhaben des Bundesverbraucherministeriums wird nun wissenschaftlich erproben, ob der Einsatz von Rapsöl als Traktorenkraftstoff auf Dauer machbar und sinnvoll ist. Insgesamt bis zu 4,5 Mio. Mark stehen dafür zur Verfügung, in einem vom Institut für Energie- und Umwelttechnik der Universität Rostock wissenschaftlich auszuwertenden Praxisversuch zu belegen, ob eine künftige Breitenförderung für die Umrüstung landwirtschaftlicher Fahrzeuge auf unveresterten Pflanzenöltreibstoff im Rahmen des “Markteinführungsprogramms biogene Treib- und Schmierstoffe” in Frage kommt (vgl. auch Meldungen vom 29.11.00 und 03.01.01).

Zahlreiche umrüstungswillige Hersteller, Händler, und Landmaschinenmechaniker sind dem Förderungsaufruf gefolgt, die ersten Anträge bewilligt. Nun beginnen die Firmen Vereinigte Werkstätten für Pflanzenöltechnologie in Allersberg, Siegfried Hausmann in Wülfershausen und die Max Stangl Landtechnik in Moos Langenisarhofen mit der Umrüstung, insbesondere für Landwirte.

82 Traktorenmodelle der Marken Deutz, Claas, Fendt, Case, New Holland und John Deere werden während der nächsten drei Jahre ausschließlich mit kaltgepresstem Rapsöl betrieben, dafür erhalten die Betreiber die Hälfte der Umrüstungskosten sowie eine Erstattung der Kosten für die Einrichtung einer Eigenverbrauchstankstelle. Zusätzlich sieht das Experiment vor, dass die Teilnehmer Buch führen und ihre Maschinen zeitweilig für die wissenschaftliche Begleitforschung zur Verfügung halten.

Autorin: Marion Kupfer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: BMVEL – Informationen Nr. 20, 14. Mai 2001.

Source: BMVEL - Informationen Nr. 20, 14. Mai 2001.

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