8 Januar 2004

Rapskuchen und Rapsöl aus Wittingen

Neue Öhlmühle gut ausgelastet

Wittingen – Die neue Ölmühle der Wittinger BioDiesel eG, die Ende August 2003 im Hafen Wittingen (Landkreis Gifhorn) ihre Produktion aufgenommen hat, ist voll ausgelastet. “Sowohl Rapsöl als auch der anfallende Rapskuchen sind sehr begehrt”, freut sich Vertriebsleiter Rüdiger Lange. Insgesamt rund 2,1 Mio. Euro wurden in die Ölmühle mit Bürotrakt und Labor investiert. “Fünf Dauerarbeitsplätze sind bereits entstanden, weitere sollen in den nächsten Jahren folgen”, blicken die beiden Geschäftsführer Rudolf Wrede und Karl Niebuhr optimistisch in die Zukunft.

Die neue Wittinger Ölmühle arbeitet derzeit noch mit einer Presse. “Sie kann pro Jahr rund 21.000 Tonnen Rapssaat zu 8.000 Tonnen Rapsöl und 13.000 Tonnen Rapskuchen verarbeiten”, informierte der Vertriebsleiter. Eine zweite Presse kann bei Bedarf nachgerüstet werden.

Abnehmer des Rapsöls sind die Biodiesel-Veresterungsanlage der nur 15 Kilometer entfernten BioDiesel Bokel GmbH und Kunden in ganz Deutschland. Lange: “Der anfallende Rapskuchen ist ein begehrtes Futtermittel als Äquivalent zu Soja- und Rapsschrot. Die Futtermittelindustrie und Landwirte von der Elbe bis zum Harz gehören zu den Abnehmern. Besonders die Milchviehproduzenten gehen immer mehr dazu über, den Wittinger Rapskuchen in ihre Futterrationen einzubauen.” Weise er doch gegenüber Rapsschrot einen deutlich höheren Energiegehalt aus und ist zudem sehr lange lagerfähig.

Der für die Ölpresse benötigte Raps wird von der Niedersächsischen Erzeugergemeinschaft für nachwachsende Rohstoffe in Gifhorn sowie über den freien Markt bezogen. Rapsproduzenten können sich jedoch auch direkt an die Wittinger BioDiesel eG wenden. Die ersten 3.000 Tonnen Rapssaat, die längst verarbeitet sind, lieferten fast ausschließlich Landwirte aus der Region.

“Angenommen, aufbereitet und gelagert wird die Rapssaat im Lager der Landwirtschaftlichen Ein- und Verkaufsgenossenschaft Hankensbüttel/Groß Oesingen in unmittelbarer Nachbarschaft der neuen Ölmühle”, erzählt Lange. Durch die Lage am Elbe-Seitenkanal kann Rapssaat auch per Schiff umgeschlagen werden. Zwischen der Wittinger BioDiesel eG und der BioDiesel Bokel GmbH bestehen enge Kooperationsbeziehungen. Beide Betriebe haben zusammen die rapeoil BioKraft VertriebsGmbH gegründet. Sie vermarktet vom Wittinger Hafen aus sämtliche Produkte wie Rapsöl, Rapskuchen, Biodiesel oder Glycerinphase der beiden Unternehmen.

Daten und Fakten zur Ölmühle:
Bauträger – Wittinger BioDiesel eG mit zurzeit 291 Mitgliedern;
Projektierung – Agrar-Technik GmbH aus Schlaitdorf;
Planung: Architekturbüro Deck aus Wittingen;
Ölpresse – SKET;
Leistung – 21.000 Tonnen Rapssaat pro Jahr;
Gesamtinvestition – 2,1 Mio. Euro;
Beteiligungskapital der Mitglieder – 776.000 Euro;
Förderung EU/Land/Landkreis – 160.000 Euro;
Restfinanzierung: Deutsche Kreditbank Berlin (DKB);
Geschäftsführer: Rudolf Wrede, Karl Niebuhr;
Vertriebsleiter: Rüdiger Lange;

Kontakt:
Tel.: 05831-25 18 36 oder 25 18 18
Fax: 05831-25 18 83
E-Mail: info@wittinger-biodiesel.de
Internet: www.wittinger-biodiesel.de

(Vgl. Meldung vom 2003-09-03.)

Source: Pressemitteilung der Wittinger BioDiesel eG vom 2004-01-06.

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