10 August 2004

RapsAsphalt – ein Baustoff mit Zukunft

Rapsöl kann man nicht nur tanken, es eignet sich auch für den Straßenbau. Mit sogenanntem RapsAsphalt lässt sich in kürzerer Zeit eine höhere Festigkeit der Straßenoberfläche erreichen – die Straßen können schneller für den Verkehr freigegeben werden. Außerdem belastet die neuartige Bitumen-Emulsion die Atemwege der Bauarbeiter hinsichtlich der Ausdünstungen beim Einbau weniger. Beim Besuch der ersten deutschen Produktionsanlage für RapsAsphalt in Großmehring bei Ingolstadt sprach Landwirtschaftsminister Josef Miller von einem “weiteren Meilenstein für die breite Markteinführung von Produkten aus Nachwachsenden Rohstoffen”.

RapsAsphalt wird derzeit in Bayern auf einer Fläche von rund 90.000 Quadratmetern im Bereich Ansbach, Dingolfing-Landau und Straubing-Bogen getestet. Die wissenschaftlichen Begleituntersuchungen führt die Technische Universität München durch.

Für Landwirtschaftsminister Miller ist die Nutzung Nachwachsender Rohstoffe ein Schwerpunkt seiner Agrarpolitik: Von 1990 bis Ende 2003 wurden rund 196 Millionen Euro, davon allein 162 Millionen Euro an Landesmitteln, für die Förderung ausgegeben. Die staatliche Unterstützung allein reicht seiner Meinung nach jedoch nicht aus. Miller wörtlich: “Für eine breitere Markteinführung brauchen wir auch eine intensive Beteiligung der Wirtschaft und Initiativen von privater und kommunaler Hand.”

(Vgl. Meldungen vom 2004-07-08 und 2003-09-01.)

Source: Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Landwirtschaft und Forsten vom 2004-08-09.

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