31 März 2008

Raps für Österreich: Kooperation mit rumänischen Landwirten geplant

Bedarfssicherung durch Importe aus dem Nachbarland

Wie die österreichische Presseagentur APA mitteilt, startet die Raiffeisenlandesbank (RLB) Oberösterreich mit ihren Töchtern den Energiepflanzenanbau in Rumänien. Das kündigte RLB-Generaldirektor Ludwig Scharinger auf einer Pressekonferenz Samstabend in Geinberg an.

Scharinger verwies darauf, dass die Biodieselanlage in Enns Rapsöl benötige, das in Österreich nicht in ausreichender Menge vorhanden sei. Nach den Vorgaben für die Treibstoffbeimischung würden in Österreich 400.000 Tonnen Biodiesel benötigt – rund das zehnfache der im Inland zur Verfügung stehenden Menge.

In Rumänien lägen hingegen rund 1,8 Mio. Hektar brach, so der RLB-Generaldirektor. Das Land werde den früheren Grundbesitzern zurückgegeben, die aber inzwischen die Landwirtschaft verlernt hätten. Deshalb wollen RLB-Töchter mit Landwirten in Rumänien – darunter auch österreichischen – kooperieren und ihnen Investitionen ermöglichen, die mit der Ernte wieder zurückbezahlt werden sollen. Das Rapsöl soll nach Enns gebracht werden.

Rumänien habe den Vorteil, dass dort EU-Recht gelte – im Gegensatz zu Südrussland oder der Ukraine, wo der Rapsanbau ebenfalls möglich sei, jedoch keine Exportgarantien gegeben wurden. Scharinger verwies darauf, dass die Ukraine schon wegen Eigenbedarfs eine Exportsperre verhängt habe.

Wie der RLB-Pressesprecher Michael Huber dem Nachrichten-Portal mitteilte, bezieht sich das Engagement der RLB ausschließlich auf den Rapsanbau. Dabei werde den Landwirten unter anderem das Saatgut in den benötigten Sorten zur Verfügung gestellt.

(Vgl. Meldungen vom 2007-08-01, 2007-06-04 und 2007-05-05.)

Source: APA, 2008-03-30 und Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (RLB), 2008-03-31.

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