24 Mai 2006

Raiffeisen: “Eine Milliarde Euro für Erneuerbare Energie”

Die Raiffeisen Holding NÖ-Wien legt ihren Schwerpunkt auf den Ausbau von Alternativenergien

Erwin Hameseder, Chef der Raiffeisen Holding (RH) NÖ-Wien, kann sich vorstellen, dass in Niederösterreich 800 Mio. bis eine Mrd. Euro in den Ausbau von Erneuerbaren Energien investiert werden. Geplant sei gemeinsam mit dem Land Niederösterreich und Wirtschaftspartnern eine Plattform, mit der Alternativenergien in großen Stil genutzt werden sollen, sagte er am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz. Die RH will dafür 100 Mio. Euro an Eigenkapital zur Verfügung stellen. Bis 2008 könnten 300 bis 400 Mio. Euro investiert werden, längerfristig bis zu einer Mrd. Euro.

Raiffeisen ist als Akteur in der Branche laut Hameseder deshalb so wichtig, weil künftig riesige Mengen an Biomasse bewegt würden. Es gehe um den Zugang zum Rohstoff – also zu den Bauern. Die Politik gibt ihm Sicherheit, dass das Geld nicht in den Sand gesetzt wird: “Bei kaum einem anderen Thema ist man von Brüssel bis St. Pölten einer Meinung: Man müsse die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern vermindern”, so Hameseder. Angedacht seien regionale Projekte für die Wärme-, Strom- und Biogas-Produktion.

Die RH – eine der größten Industrie-Holdings Österreichs mit Beteiligungen am 560 Firmen – unter ihnen Agrana, LLI, RLB NÖ-Wien oder Strabag – ist im Vorjahr kräftig gewachsen. Die Bilanzsumme stieg um 18 Prozent auf 15,7 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis vor Steuern kletterte um 17 Prozent auf 295 Mio. Euro. Der Wert der Beteiligungen vermehrte sich um ein Viertel auf 3,1 Mrd. Euro. Beschäftigt sind rund 114.000 Mitarbeiter, davon gut 17.000 in Österreich.

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Source: Die Presse.com vom 2006-05-24.

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