30 Mai 2006

Qualitätsmanagement im Sektor des Biobrennstoffs

Obwohl die jüngsten technologischen Fortschritte Alternativen für fossile Brennstoffe aufgezeigt haben, ist es noch ein weiter Weg zum Aufbau eines umfassenden Rahmens zum Qualitätsmanagement für erneuerbare Energiequellen.

Im Rahmen des von der EU finanzierten BIONORM-Projekts richtete man sich insbesondere auf den Ausbau des Marktes für feste Biobrennstoffe als eine Alternative zu fossilen Brennstoffen und somit auf die Erfüllung der von der Europäischen Kommission dargelegten Ziele. Die Aufstellung angemessener Qualitätsstandards wird als erster Schritt hin zu einer breiteren Markteignung für Biobrennstoffe angesehen.

Diese neuen Standards basieren größtenteils auf umfassenden Beobachtungsarbeiten und Tests der physisch-mechanischen Brennstoffeigenschaften. Der in Deutschland ansässige Projektpartner Institute for Energy and Environment konzentrierte sich auf die Normung der Eigenschaften fester Biobrennstoffe. Die Forscher befassten sich mit dem Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems, das Qualitätssicherungs- und Qualitätskontrollkomponenten umfassen sollte.

Eine der ersten Aufgaben bestand in eine Prüfung der bestehenden Qualitätsmanagementprozesse bei industriellen Parteien, die sich aktiv auf dem Gebiet des festen Biobrennstoffs bewegen. Die Prüfung umfasste sechs verschiedene Länder und zu den Produktkategorien zählten Altholz, Strohballen und pelletiertes Tierfutter. Anhand der gewonnene Schlussfolgerungen, praktischen Anwendungen und genannten Feldversuche wurde ein neuartiges Qualitätssicherungssystem eingeleitet.

Diese Feldversuche, die Unternehmen unterschiedlicher Tätigkeitsprofile umfassten, demonstrierten den Bedarf an einer einheitlichen Methodologie für Qualitätsrichtlinien, die auf alle Nutzergruppen anwendbar sind. Als Teil eines breiteren Rahmens könnten diese Ergebnisse die ersten Schritte hin zu neuen Marktchancen für feste Biobrennstoffe inner- und außerhalb der EU anzeigen.

Source: Innovationsreport vom 2006-05-29.

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