10 Februar 2003

Projekt „Nachwachsende Rohstoffe im Betrieb“ geht an den Start

TaT Rheine erhielt Zuschlag für Wettbewerbsbeitrag

Auftakt

37 Teilnehmer hatten sich bei der Effizienz-Agentur NRW in Duisburg beim Regionalwettbewerb Ökoeffizienz in der Produktion beworben. Nur acht Bewerber wurden ausgewählt. Das TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien aus Rheine gehört dazu.

Das Projekt „Nachwachsende Rohstoffe im Betrieb“ unterstützt kleine und mittlere Unternehmen beim Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen. Hierzu bietet das TaT interessierten Firmen einen einfachen Check an, um herauszufinden, welche Möglichkeiten zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe für den jeweiligen Betrieb bestehen. Wer dann genauer wissen möchte, was in seinem Betrieb möglich und sinnvoll ist, wird intensiv weiter beraten.

Bei der Auftaktveranstaltung, die vor kurzem in Rheine stattfand, waren über 50 Unternehmer gekommen, um sich über nachwachsende Rohstoffe und interessante Produkte zu informieren. „Energierohstoffe wie Erdöl und Erdgas werden allmählich knapper, so dass wir uns nach Alternativen umsehen müssen“, meinte TaT Geschäftsführer Prof. Tschiedel. Für Betriebe, die Umstellungsmöglichkeiten rechtzeitig nutzen, entstehen häufig Wettbewerbsvorteile durch Kosteneinsparung, Ökomarketing und Know-how-Vorsprung sowie dadurch zumindest sicherere und gesündere Arbeitsplätze.

„Viel häufiger, als die meisten wissen, ist eine solche Umstellung schon heute technisch machbar. Und viel häufiger, als die meisten wissen, ist eine solche Umstellung schon heute wirtschaftlich“, so Tschiedel weiter. Dabei geht es zum einen um Hilfs- und Verfahrensstoffe in Produktionsprozessen, also um Schmierstoffe, Maschinenöle und Hydraulikflüssigkeiten, Klebstoffe und Trennmittel, Farben und vieles mehr. Zum anderen geht es um den Einsatz nachwachsender Rohstoffe als Grundstoffe für vorhandene Produkte.

Eine umfangreiche Produktauswahl wurde auch auf der Auftaktveranstaltung gezeigt. Neben Bau- und Dämmmaterialien z.B. aus Flachs, Hanf oder Miscanthus gab es Folien auf Stärkebasis, Verpackungsmaterialien und Faserverbundwerkstoffe z.B. für Autoinnenverkleidungen zu sehen.

„Ziel unserer Veranstaltung ist es, Netzwerke zu bilden und Kooperationen anzuregen. Experten und Unternehmen sollen zusammenarbeiten“, sagte Prof. Tschiedel. So standen auch Experten Rede und Antwort zu den unterschiedlichen Produkten und Rohstoffen. Ralf Pude (Uni Bonn), Hans-Bernd Hartmann (Zentrum für Nachwachsende Rohstoffe), Levon Sergis (Regio Öl), Michael Karus (nova-Institut), Oskar Burkert (bundesweite AG Bioöl), Susanne Diekmann (KNR Münster) sowie Hubert Storkebaum (TaT) informierten mit Kurzvorträgen und Präsentationsständen über die Bandbreite des Einsatzes von nachwachsenden Rohstoffen.

Informationen:
TaT Transferzentrum für angepaßte Technologien GmbH
Prof. Dr. Robert Tschiedel
Hovesaatstraße 6
48432 Rheine
Tel.: 05971-990-100
Fax: 05971-990-125
E-Mail: [email protected]
Internet: www.tat-zentrum.de

Source: Pressemitteilung des TaT (Transferzentrum für angepaßte Technologien GmbH) vom 2003-02-07.

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