1 April 2015

Projekt “Agropolymere”: Beste Aussichten für die Bioökonomie in der Region

Grenzübergreifende Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Zukunft im Bereich der Bioökonomie

Mit biologisch abbaubaren Kunststoffen in die Zukunft. Dieses Ziel hat sich das deutsch-niederländische Projekt „Agrobiopolymere“ auf die Fahnen geschrieben. Im Rahmen des „Biobased Business Event Emmen“ fand jetzt die Abschlussveranstaltung des Agrobiopolymere-Projektes statt. Die Organisatoren zogen ein positives Fazit, machten aber auch deutlich, dass es „nicht nur ein Rückblick, sondern zugleich ein Ausblick auf weitere Herausforderungen ist“, wie Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer vom 3N-Kompetenzzentrum in Werlte betonte.

3N gehört zu den 30 niederländischen und deutschen Organisationen und Unternehmen, die an dem Projekt beteiligt sind. Die Ems Dollart Region (EDR) ist als Lead Partner federführend in der Projektabwicklung. Agrobiopolymere wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und den Niederlanden, dem Land Niedersachsen sowie der Provinz Drenthe kofinanziert.

In 17 Teilprojekten wurden zum Beispiel neue Materialien aus biologisch abbaubaren Kunststoffen entwickelt oder die Verwendung von Naturfasern (z.B. in Biokompositen) untersucht. Außerdem standen die Herstellung abbaubarer Verpackungen, die Entwicklung von Bau- und Dämmstoffen auf Hanf-Basis und die Verbesserung der Gewinnung von Restfasern und Rohstoffen im Mittelpunkt des Projektes. Durch die intensive Zusammenarbeit von niederländischen und deutschen Partnern entstand ein grenzübergreifendes Netzwerk zur Nutzung von Biopolymeren, das beste Voraussetzungen für ein Folgeprojekt bietet.

Im neuen Förderzeitraum des INTERREG-Programms soll mit Hilfe von EU-Mitteln das Projekt „Bioökonomie im Non-Food-Sektor“ auf den Weg gebracht werden. Themenfelder sind hier unter anderem die Entwicklung weiterer neuer Materialien und innovativer Produkte sowie die Herstellung von biobasierten Produkten für den Wohnungsbau. Zudem wird  eine weitere Verbesserung des Wissenstransfers zwischen den beteiligten Firmen, Hochschulen und öffentlichen Institutionen angestrebt. „Wir haben schon bewiesen, dass wir durch die grenzübergreifende Kooperation im Gebiet der Ems Dollart Region hervorragende Ergebnisse im Bereich Bioökonomie erzielen können. Das Agrobiopolymere-Projekt war ein Riesenschritt. Jetzt folgt die nächste Entwicklungsstufe. Es geht darum, neue Geschäftsideen zu entwickeln. Wir werden dabei nicht nur grenzübergreifend, sondern auch themenübergreifender zusammenarbeiten“, so Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer.

Dass die deutsch-niederländische Kooperation im Bereich Agrobiopolymere und Bioökonomie eine große Rolle spielt, wurde im Forum des „Biobased Business Events Emmen“ deutlich. Der Moderator einer Radiosendung befragte die 400 Gäste der Veranstaltung und stellte mehrere Thesen auf. Bei der These „Wir brauchen die grenzübergreifende Zusammenarbeit für eine erfolgreiche Zukunft im Bereich der Bioökonomie“ stimmten alle Gäste ausnahmslos zu. „Ein deutliches Signal“, fand auch der Wethouder (Dezernent) der Gemeinde Emmen und EDR-Vorstandsmitglied Bouke Arends. Er hatte in seiner Eröffnungsrede des Business Events auf die Vorreiterrolle der Region hingewiesen: „Wir sind Spitzenreiter im Sektor Grüne Chemie. Und wir haben auch durch die grenzübergreifende Kooperation die Chancen, diese starke Position noch weiter zu festigen und auszubauen.“

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Zahlreiche Unternehmen, die am Agrobiopolymere-Projekt beteiligt waren, präsentierten sich anlässlich der Abschlussveranstaltung an der Ausstellung des „Biobased Business Events“ in Emmen. Das Foto zeigt den Stand von Bioclear B.V. aus Groningen.

Source: Ems Dollart Region, Pressemitteilung, 2015-03-19.

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