21 Februar 2011

Pro-Tech Tirol wächst mit Biokunststoffen

1.500 Tonnen Biokunststoff aus Zuckerrohr, Sonnenblumenöl, Maisstärke, Kartoffelstärke oder Zellulose

bildAuch in Tirol kommt seit einigen Jahren Bewegung in die Verpackungslandschaft. Bislang eher im Hintergrund, arbeitete sich die Firma Pro-Tech in Schwaz nach oben. Seit 1996 stellt sie Biokunststoff aus Zuckerrohr, Sonnenblumenöl, Maisstärke, Kartoffelstärke oder Zellulose her.

“1.500 Tonnen Biokunststoff produziert Pro-Tech im Jahr”, erklärt Geschäftsführer Gerhard Margreiter. “Gemeinsam mit unserer deutschen Tochtergesellschaft Natura Packaging sind wir zum Marktführer in Zentraleuropa mit Produkten aus nachwachsenden Rohstoffen geworden.” Zu ihren Kunden zählen etwa Zotter, Grüne Erde oder Waschbär, ein grüner Versandhandel.

Im Programm sind nicht nur die klassischen Obst- und Gemüsesackerl, sondern auch industrielle Verpackungen oder Bioabfallbeutel wie kompostierbare Maisstärkesäcke.

“Der aktuellste Stand der Technik lässt es zu, dass die Säcke zu 100 Prozent biologisch abbaubar und biogastauglich sind”, erklärt Margreiter. Das Unternehmen lässt seine Produkte in Europa produzieren, alle Rohstoffe stammen aus Europa und sind gentechnikfrei. Denn gerade in diesem Punkt gebe es in der Branche auch schwarze Schafe.

Vor einigen Jahren war es für die Konsumenten selbstverständlich, bei jedem Einkauf mindestens ein Plastiksackerl zu nehmen. “Es gab diesbezüglich sehr wenig Bewusstsein”, sagt Margreiter. “Aber jetzt bemerkt man ein Umdenken. Wir sind mittlerweile mit allen Handelsketten im Gespräch”, freut er sich über die Trendwende.

Allerdings gingen die Handelsketten noch immer vorsichtig vor: “Sie haben Angst, sich zu früh und vielleicht falsch zu bewegen”, schätzt Margreiter. Die Sorge sei allerdings unbegründet: “Die Branche geht davon aus, dass schon bald viele Verpackungen auf Biokunststoff umgestellt werden.”

Auch mit einem Zusatznutzen für den Konsumenten: “Die Handelsketten sollten dazu übergehen, Plastiksackerl für Obst und Gemüse nicht mehr zu verschenken, sondern die Alternative aus Biokunststoff gegen eine geringe Gebühr zu verkaufen. Die Kunden hätten dann den Vorteil, die Sackerl als Bioabfallsack oder als Frischhaltebeutel weiterverwenden zu können”, formuliert Margreiter seine Zukunftsideen. Denn das Motto für die Zukunft laute: Mehrweg statt Einweg.

Source: TT.com (Fotos: Pro-Tech, Shutterstock), 2011-02-21.

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