23 Oktober 2009

Preisentwicklung Einheimische Naturfasern

Kurzfaserpreise stabil – Schäben gefragt

Die einheimischen Hanf- und Flachs-Kurzfasern bleiben preisstabil. Große Ausschläge sind auch nach der abgeschlossenen Ernte nicht zu erwarten – die Preise für die industriell genutzten Fasern bewegen sich in einem engen Korridor, der nach unten von den Produktionskosten und nach oben vom Preis der konkurrierenden exotischen Fasern wie Jute, Kenaf und Sisal begrenzt wird. Die Verfügbarkeit der Fasern ist ohne Einschränkungen gegeben.

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Grafik in höherer Auflösung hier (PDF-Dokument, Stand: 2009-09).

Verwendung finden die Kurzfasern bisher vor allem als Verstärkung in Verbundwerkstoffen, in der Automobilindustrie, als Rohstoff für Spezialpapiere und für Naturdämmstoffe. Lange Zeit waren Hanfschäben – Bruchstücke des holzartigen Kerns des Hanfstängels, die beim Faseraufschluss anfallen – schwierig zu vermarktende Koppelprodukte der Faserherstellung. Inzwischen haben sie als Einstreu und Baustoff einen stabilen Markt erobert.

Bei Hemp Technology Ltd. (ehemals Hemcore), dem führenden Hanfverarbeiter in Großbritannien, waren die Hanfschäben entscheidend für die Übernahme des Unternehmens durch die Lime Technology Ltd, einen führenden Hersteller kalkbasierter Baustoffe, im Juli 2009. Der Baustoffhersteller sichert sich so den Rohstoff für den ökologischen Baustoff “Hemcrete” aus Hanfschäben und Kalk. Ein Grund für die insgesamt verstärkte Nachfrage bei Hanfschäben ist, dass die Preise für alternative Einstreumaterialien wie Sägespäne durch die energetische Nutzung (Pellets!) stark angezogen haben.

Source: nova-Institut GmbH, 2009-09.

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