15 Mai 2007

Preise für Rohholz stark gestiegen

Die Erzeugerpreise für Rohholz aus Staatsforsten lagen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Januar 2007 um 23,9 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahresmonat. Damit setzt sich die seit Februar 2005 zu beobachtende und nur kurzzeitig im August 2005 unterbrochene Phase steigender Preise für Rohholz fort.

Die Preise für Stammholz haben sich im Januar 2007 gegenüber dem Vorjahr um 15,8 Prozent erhöht. Besonders groß waren die Preiserhöhungen bei Eiche der Güteklasse B, bei Fichte der Güte B und bei Kiefer der Güte C (+ 21,5%, + 19,5% bzw. + 13,6%).

Noch ausgeprägter als bei Stammholz war im Januar 2007 im Vergleich zum Vorjahresmonat die Preissteigerung bei Industrieholz (+ 61,1%). Bereits seit Februar 2006 sind hier zweistellige Preissteigerungsraten zu beobachten.

Damit wirkt sich die zurzeit günstige Wirtschaftsentwicklung in Deutschland auch bei den Rohholz-Produzenten positiv aus. Holz ist Rohstoff vor allem in der Bau-, Möbel- sowie Papier- und Zellstoffindustrie. Gute Wirtschaftsdaten in diesen Branchen dürften die Nachfrage nach Holz und damit die Erzeugerpreise erhöht haben. Die hohen Preissteigerungen bei Industrieholz sind vermutlich auch darauf zurückzuführen, dass Holz angesichts der hohen Energiepreise auch als alternativer Energieträger zunehmend interessant geworden ist.

Die Angaben zu der Entwicklung der Rohholzpreise entstammen der Statistik der Erzeugerpreise forstwirtschaftlicher Produkte aus den Staatsforsten. Diese Statistik basiert auf der Auswertung der Erlösberichte der Forstverwaltungen der Bundesländer.

Weitere Informationen
Jahresergebnisse finden sich hier im Internet. Ausführliche Monatsergebnisse enthalten die Preisindizes für die Land- und Forstwirtschaft (Fachserie 17, Reihe 1). Diese können als PDF-Datei unter www.destatis.de/shop (Schnellsuche 21701) kostenfrei abgerufen werden.

Kontakt
Kurt Wex
Tel. 0611/75-2078
E-Mail agrarpreisstatistik@destatis.de

(Vgl. Nachrichten vom 2007-01-22, 2006-08-01 und 2006-06-09.)

Source: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung, 2007-05-11

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