5 März 2002

Preise für Rapssaat unter Druck

Mit der immer besseren Entwicklung der Rapsbestände werden die Preise auf dem Saatenmarkt immer labiler. Zu Beginn des Jahres hatte man sich noch auf Kontraktpreise für die Ernte 2002 auf Erzeugerbasis von über 23 EUR je dt einigen können, jetzt ist man schon unter der Marke von 22 EUR angekommen. Da der Markt keinen neuen Input zeigt, könnte die labile Preissituation nach Meinung von Rapserzeugern noch weiter anhalten. Hinzu kommt, dass auch in Polen die Rapserzeugerpreise bereits rund 20 Prozent unter der entsprechenden Vorjahreslinie liegen.

Auf der Verarbeitungsstufe in Deutschland sind gegenwärtig Preise um 225 EUR je t im Gespräch. Allerdings geht man gegenwärtig ziemlich “lustlos zu Werke”, berichten Verarbeiter. Der schwache Kurs für Rüböl, aber auch die eher stockende Nachfrage nach Rapsschrot begrenzt das Umsatzvolumen und drückt auf die bislang noch guten Margen. Mengenmäßig wird von einer mindestens durchschnittlichen Ernte ausgegangen. Dies zeigt der Wachstumsstand in Europa zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Bei einer eher unterdurchschnittlichen Nachfrage baut sich Preisdruck am Markt auf, zumal auch die Anbaufläche für Winterraps um zehn Prozent gestiegen ist. Die nasse Witterung der letzten Wochen hat der Raps bislang optimal verkraftet.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Marion Kupfer (nova)
Quelle: www.vwd.de vom 2002-03-05.

Source: www.vwd.de vom 2002-03-05.

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