11 Januar 2008

Plastiktüten-Verbote nun auch in Australien und China

Weltweiter Trend weg von der Kunststofftragetasche

In immer mehr Ländern weltweit wird der Gebrauch von Einweg-Plastiktüten verboten. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt im Dezember 2007 hat Australiens Umweltminister Peter Garrett am 10. Januar verkündet, Plastiktüten noch in diesem Jahr aus dem Verkehr zu ziehen. Nur einen Tag zuvor hat die chinesische Regierung angekündigt, dass Plastiktüten, die dünner sind als 0,025 Millimeter, von Juni an verboten werden. Damit ergeben sich – je nach Einsatzzweck und Rahmenbedingungen – auch in diesen Ländern verstärkt Chancen für biologisch abbaubare Verpackungen aus Papier und aus Bio-Kunststoffen .

In anderen Ländern sind ähnliche Verbote bereits heute in Kraft: In Bangladesch sind Plastiktüten seit 2000 komplett verboten, da sie die Abwasserkanäle während der Monsun-Zeit verstopften. In Südafrika müssen Einzelhändler seit 2003 mit Geld- oder Gefängnisstrafen rechnen, wenn sie Plastiktüten umsonst verteilen. In anderen afrikanischen Ländern wie Tansania, Uganda und Kenia sind dünne Tüten verboten, während dickwandige besteuert werden.

In Irland wurde bereits 2002 eine Steuer auf die Taschen eingeführt. Die Verbreitung der Tüten ist dort seitdem um 90 Prozent zurückgegangen, mit den Steuereinnahmen wird der Umweltschutz gefördert. In zahlreichen anderen Ländern, unter anderem Frankreich, Italien, sind Verbote oder Einschränkungen in Vorbereitung.

Auch auf kommunaler und regionaler Ebene bekommen Einweg-Einkaufstaschen aus Kunststoff Gegenwind. Unter anderem San Francisco, Ontario, Paris sowie 80 Gemeinden in Großbritannien bereiten Initiativen zur Einschränkung oder zum Verbot von Plastiktüten vor oder haben diese bereits umgesetzt.

(Vgl. Meldungen vom 2007-04-02 und 2007-05-25.)

Source: Süddeutsche Zeitung, 2007-01-10 und Eigenrecherche.

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