21 Februar 2011

“PlantBottle” von Coca-Cola bald auch in Deutschland?

Konzern will seine Kunststoffflaschen nachhaltiger machen

bildIn neun Ländern der Erde, unter anderem in Dänemark, Norwegen, Schweden und Teilen der USA, gibt es sie schon: die “PlantBottle” des Getränkeherstellers Coca-Cola. Das ist eine Kunststoffflasche, bei der bis zu 30 Prozent ihres Gewichts aus Pflanzen bestehen. Bis zum Jahr 2020 soll die PlantBottle in weiteren Ländern in Europa, Asien und Afrika zum Einsatz kommen. Auch in Deutschland wird über eine Markteinführung nachgedacht.

Die nachwachsende Rohstoffbasis für die PlantBottle sind Zuckerrohr und Melasse, ein Nebenprodukt der Zuckerherstellung. Sie ersetzen einen Teil des Erdöls, das in herkömmlichen Kunststoffflaschen normalerweise zur Produktion benötigt wird. Zusätzlich zum Pflanzenanteil wird in Europa für die Produktion der Flaschen bis zu 50 Prozent recycelter, herkömmlicher Kunststoff (PET) eingesetzt. Die PlantBottle eignet sich nicht nur für Coca-Cola, sondern auch alle anderen kohlensäurehaltigen Getränke, Säfte und Mineralwasser des amerikanischen Konzerns. Für den Verbraucher ändert sich dadurch nichts, denn die Eigenschaften der PlantBottle sind völlig identisch mit denen der herkömmlichen Plastikflaschen. Außerdem ist auch sie vollständig recycelbar: das Material kann sowohl für die Herstellung neuer Getränkeflaschen als auch anderer Kunststoffprodukte genutzt werden.

Mit dem Ziel von Coca-Cola, seine Kunststoffflaschen nachhaltiger zu machen, wird der Einsatz fossiler Ressourcen deutlich reduziert. In den ersten zwei Jahren seit Einführung der PlantBottle konnten mehr als 14 Millionen Liter Erdöl eingespart werden. Allein 2010 wurde mehr als eine Milliarde PlantBottles hergestellt. Und die Zukunftspläne des Unternehmens sind ambitioniert: Schon heute arbeiten die Entwickler von Coca-Cola daran, eine Flasche aus 100 Prozent nachwachsenden Rohstoffen herzustellen.

Source: Natürliche Verpackungen, Foto: Die PlantBottle von Coca Cola, 2011-02-21.

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