8 Mai 2007

Pflanzenöl-Großverbraucher gründen Bundesverband

Infoveranstaltung am 5. Juni 2007

Ökologisch orientierte Pflanzenöl-Großverbraucher laden ein zur Informationsveranstaltung. Ziel des neuen Bundesverbands “Energieoel e.V.” wird es sein, ökologische und ökonomische Aspekte einer dringend notwendigen, verstärkten Nutzung pflanzlicher Öle, wie beispielsweise Palm- und Purgiernussöl zur Energiegewinnung in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken.

Die derzeitige Berichterstattung über die Nutzung alternativer Energien aus nachwachsenden Rohstoffen ist von der Sichtweise geprägt, nachwachsende Pflanzenöle seien keine nachhaltig ökologische Energiequelle. Die Abholzung von Regenwäldern in Übersee und die Anpflanzung von Raps – Monokulturen bei uns als Beispiel für aktuelle Negativ-Schlagzeilen versperren den Blick auf die kleinen, konstruktive Ansätze zur Nutzung von weltweit angebauten Ölpflanzen unter gesamt-ökologischen Kriterien. Diese nachhaltigen Wirtschaftsweisen zu entwickeln, zu fördern und umzusetzen, erfordert die Bündelung von Kräften, für die ein neuer Bundesverband “Energieoel e.V.” ins Leben gerufen werden soll. Diesen Entschluss haben kleinere und mittelständische Unternehmen aus dem Bioenergiesektor, Betreiber von Blockheizkraftwerken und Pflanzenöllieferanten getroffen und rufen nun alle Interessierten und Betroffenen dazu auf, sich in dem Bundesverband “Energieoel e.V.” gemeinsam zu positionieren. Als Termin für die Informationsveranstaltung wurde der 5. Juni 2007 festgelegt, mit dem Parkhotel Kolpinghaus in Fulda ein deutschlandweit gut erreichbarer, zentraler Veranstaltungsort gefunden. Beginn der Informationsveranstaltung ist 10 Uhr. Auf der Webseite des zukünftigen Vereins sind unter energieoel.org weitere Einzelheiten zur Veranstaltung und dem Bundesverband “Energieoel e.V” (in Gründung) veröffentlicht.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Nutzung von Pflanzenölen hauptsächlich im EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) und dem Energiesteuergesetz geregelt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Nutzung von Rapsöl als Kraftstoff für mobile Anwendungen. Die Verwendung von anderen alternativen Ölen (Palmöl, Sojaöl, Baumwollkernöl, Purgiernussöl) ist darin ebenso unterrepräsentiert wie andere mögliche Verbrauchswege, wie z.B. in hocheffiziente stationäre Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (BHKW´s). Diese Vernachlässigung in der gesetzlichen Regelung droht zum Damokles-Schwert für ganze Wirtschaftszweige (Motorenherstellern, Öllieferanten, Blockheizkraftwerksbetreibern, etc. ) zu werden, sollten sich bevorstehende und möglicherweise einschneidende Gesetzesänderungen allein auf oben genannten Rapsölkraftstoff beziehen.

Dass Palmölpflanzenanbau ökologisch nachhaltig sein kann, zeigen z.B. die Bemühungen der RSPO (Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl). Hier arbeiten Plantagenbetreiber, Ölhändler, Banken und industrielle Abnehmer gemeinsam an langfristigen, gesamtökologischen und umweltverträglichen Lösungen zum Anbau von Palmöl als nachwachsendem Rohstoff für Lebensmittelindustrie und den Energiesektor. Ökonomie und Umweltschutz müssen keine Gegensätze darstellen. Dass die gefährliche Abhängigkeit und der bedrohliche CO2-Ausstoß durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen gesenkt werden muss, zweifelt heute niemand mehr an. Nun rechtzeitig z.B. durch Öffentlichkeitsarbeit die Weichen zu stellen, um den Zug in Richtung Nutzung ergiebiger nachwachsender Rohstoffe nicht zu verpassen, zeigt die Dringlichkeit organisierter Interessenbündelung und der Gründung des neuen Bundesverbands “Energieoel e.V.” auf. Weitere Informationen sind unter energieoel.org verfügbar.

Source: Energieoel e.V, in Gründungsphase, 2007-05.

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