26 Oktober 2000

Peugeot-Tochter kauft Zuliefersparte von Sommer Allibert

Die Zuliefersparte von Sommer Allibert, Lieferant von Innenausstattungen an die Automobilindustrie, soll im nächsten Jahr für 1,48 Mrd. Euro in den Besitz des Peugeot-Konzerns übergehen und dort dem Sitzhersteller Faurecia angegliedert werden. Beide Zulieferer werden dieses Jahr zusammen etwa 8 Mrd. Euro Umsatz machen und beschäftigen 50.000 Mitarbeiter. Faurecia soll durch den Zukauf eine weltweit führende Position auf dem Gebiet der Autoinnenausstattung erlangen. Strategisches Ziel von Peugeot (PSA) ist, “einen großen Automobilzulieferer mehrheitlich zu kontrollieren”.

Im Mittelpunkt der Übernahme steht die an der Frankfurter Börse notierte SAI Automotive AG, in der das Automobilzuliefergeschäft (Cockpits, Türverkleidungen, Ablagen, Stoßdämpfer) von Sommer Allibert
zusammengefasst ist.

Faurecia ist Mitte 1999 aus den zuvor getrennten Gesellschaften Betrand Faure, Ecia ud Ectra entstanden. Mit 35.000 Mitarbeitern und 110 Standorten ist das Unternehmen als größter Sitzhersteller in 27 Ländern
präsent und wächst sehr stark. Faurecia legte 1999 bei einem Umsatz von 4,3 Mrd Euro ein Betriebsergebnis von knapp 200 Mio. Euro vor.

Autor und Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Financial Times Deutschland vom 26.10.00.

Source: Financial Times Deutschland vom 26.10.00.

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