14 Januar 2003

Perlmutt von Seeohren: Vorbild für neue Werkstoffe?

Perlmutt ist attraktiv und gefällig, deshalb wird es traditionell gerne für Schmuck oder Knöpfe verwendet. Produzenten des Naturrohstoffes sind Weichtierarten wie Schnecken. Wie die Autoren des idw berichten, interessieren sich die Forscherinnen und Forscher vom Institut für Biophysik, dem Institut für Keramische Werkstoffe und Bauteile der Uni Bremen sowie des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie in Göttingen allerdings nicht aus ästhetischen Gründen für das Material.

In einem mit 350.000 EUR von der VolkswagenStiftung dotierten Projekt im Forschungsschwerpunkt “Komplexe Materialien” untersuchen die Natur- und Ingenieurwissenschaftler gemeinsam, ob und wie Perlmutt-Bestandteile sich eignen, neue synthetische Verbundmaterialien herzustellen.

Perlmutt entsteht in der Natur in einem Selbstorganisationsprozess bei Raumtemperatur unter Normaldruck und ist sehr regulär aufgebaut. Es zeichnet sich durch eine hohe mechanische Stabilität, Biegefestigkeit, Umweltverträglichkeit und Korrosionsresistenz gegenüber Seewasser aus: Eigenschaften, die heute auch von modernen Werkstoffen erwartet werden. Ziel ist es, neue Biokeramiken mit hoher Korrosionsresistenz und verbessertem mechanischem Potenzial zu erhalten.

Weitere Informationen:
Universität Bremen
Institut für Biophysik und Molekulare Biophysik
Dr. habil Monika Fritz
Tel. 0421-218 34 58
E-Mail: mfritz@uni-bremen.de

Source: Pressemitteilungen des Informationsdienst Wissenschaft (idw) und der Universität Bremen vom 2003-01-10.

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