4 August 2008

Pelletverband sieht “Trendwende am Heizungsmarkt”

DEPV: Aktuell rund 1.000 neue Pelletheizungen pro Monat

Nach einem schwachen Jahr 2007 zeichnet sich gegenwärtig wieder eine deutliche Nachfragesteigerung nach Pelletheizungen ab. Für den Herbst rechnet DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt mit Zahlen wie im Jahr 2006, als die monatliche Verkaufszahlen teilweise über 2.000 lagen. Nicht zuletzt die Preisstabilität hat dazu geführt, dass Pellets wieder eine verlässliche Alternative am Heizungsmarkt sind.

Nach einem schwachen Jahr 2007 zeichnet sich gegenwärtig wieder eine deutliche Nachfragesteigerung nach Pelletheizungen ab. Seit Juni tendierten die Verkäufe nach oben. Hierauf wies die Vorsitzende des Deutsche Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV), hin. Schmidt sagte: “Ich gehe davon aus, dass aktuell bereits über 1.000 Pelletheizungen monatlich verkauft werden. Für den Herbst rechne ich mit monatlichen Zahlen wie im Jahr 2006, als über 2.000 Anlagen verkauft wurden.” Der DEPV sieht seine Prognose vom Jahresbeginn bestätigt, als für 2008 eine Zunahme von rd. 20.000 Heizungen und ein Wachstum von 30 Prozent prognostiziert wurden. Damit wird bald die 100.000. Pelletheizung in Deutschland installiert. Mittelfristig rechnet der DEPV mit einem Marktanteil von drei bis fünf Prozent am Heizungsmarkt, was bei geschätzten 20 Millionen Anlagen einen Bestand zwischen 600.000 und einer Million bedeutet.

Schmidt erachtet dies für sehr realistisch: “Die steigenden fossilen Energiepreise haben beim Verbraucher deutliche Spuren hinterlassen und sein Vertrauen merklich beeinträchtigt. Parallel dazu sind Pelletheizungen wieder eine verlässliche Alternative geworden.” Hierzu habe auch die Preisstabilität bei den Pellets geführt, die über die letzten Jahre ein Muster an Beständigkeit waren. Gegenwärtig sind sie mit rd. 175 Euro/Tonne auf einem Tiefstand. Angesichts einer traditionellen Differenz zwischen Sommer- und Winterpreisen, die es bei anderen Brennstoffen nicht mehr gäbe, kauften kostenbewusste Verbraucher ihre Pellets in den Sommermonaten ein. Die Preisstabilität bei Pellets sei auch auf eine deutlich angestiegene Produktionskapazität zurückzuführen. Der DEPV schätzt sie für 2008 auf rd. 2,3 Millionen Tonnen ein. Tatsächlich produziert werden in diesem Jahr rd. 1,3 Millionen Tonnen.

Mit einer deutlich zunehmenden Nachfrage rechnet der DEPV auch für größere Anlagen in Kommunen und bei Gewerbebetrieben. Durch das für ganz Deutschland geltende Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz wird es ab 1.1.2009 bundesweit eine Nutzungspflicht für Neubauten, auch im Nichtwohnbereich geben. Gerade dort, so zeigten die Rückmeldungen der Heizungshersteller, würden immer stärker die Preisvorteile erkannt, durch die sich eine Pelletheizung schon nach wenigen Jahren amortisiere.

Source: Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV), Pressemitteilung 2008-08-01.

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