30 Mai 2006

Paziorek präsentiert Rennwagen aus biologischen Verbundstoffen

Flachs und Leinöl bringen Smudos Rennwagen in die Pole Position

Der Musiker und Rennfahrer Smudo geht in dieser Saison für nachwachsende Rohstoffe an den Start. Sein BioConceptCar läuft nicht nur mit Biodiesel, die Karosserie ist außerdem aus Bioverbundwerkstoff hergestellt. Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hat die Entwicklung dieses Materials maßgeblich finanziell unterstützt. Der Parlamentarische Staatssekretär Dr. Peter Paziorek stellte den schnittiger Ford Mustang am 29. Mai 2006 der Öffentlichkeit vor.

“Hiermit gehen Nachwachsende Rohstoffe erstmals auch in Extrembereichen ins Rennen” betonte Paziorek, und das nicht etwa nur, weil Umweltschutz im Trend läge, sondern weil Bioverbundwerkstoff technische Vorteile hat: Der technische Clou sind die naturfaserverstärkten Kunststoffe aus Flachs und Leinöl-Acrylat, die der Außenhülle des Wagens die erforderliche Stabilität geben. Wissenschaftler der INVENT-GmbH haben sie dafür entwickelt. Die Karosserie ist durch den Bioverbundstoff aber nicht nur besonders stabil, sondern auch leichter als herkömmliche Faserverbunde.

“Toll ist auch, dass das BioConceptCar beim diesjährigen 24h-Rennen am Nürburgring auch mit dem passenden Bio-Kraftstoff an den Start geht”, lobt Paziorek. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (Ufop) stellt dem Rennteam Biodiesel aus Pflanzenöl zur Verfügung.

Paziorek zeigte sich beim Pressetermin überzeugt, dass die Vorteile nachwachsender Rohstoffe zunehmend zum Tragen kommen werden. “Nachwachsende Rohstoffe können eine Antwort auf die Frage geben, wie wir mit begrenzten Rohstoffressourcen verantwortlich umgehen”, sagte der parlamentarische Staatssekretär. Neben der energetischen Nutzung gehe es dabei auch um die so genannte stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe. Das BioConceptCar zeige eindrucksvoll, was heute bereits technologisch möglich ist.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), haben in den letzten Jahren über 40 Vorhaben zu naturfaserverstärkten Kunststoffen und Bioverbunden unterstützt; in mehreren Projekten gelang es, auch die Kunststoffmasse durch Biopolymere aus Pflanzenöl zu ersetzen.

Source: Gemeinsame Pressemeldung von BMELV und FNR vom 2006-05-29.

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