15 März 2006

Paziorek kündigt nationalen Biomasseaktionsplan an

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird die Erarbeitung eines nationalen Biomasseaktionsplans koordinieren. Das kündigte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Peter Paziorek, anlässlich des ersten Runden Tisches Bioenergie in Berlin an.

Mit dem Aktionsplan soll der von der Europäischen Union im Dezember vergangenen Jahres vorgelegte EU-Biomasseaktionsplan umgesetzt werden.

Zum Runden Tisch waren Vertreter der Bioenergiewirtschaft, der Wissenschaft und von Institutionen in das BMELV geladen. Ziel war es, in Vorbereitung des Energiegipfels, zu dem die Bundeskanzlerin für den 3. April eingeladen hat, eine Positionsbestimmung zur Bedeutung der Bioenergie im künftigen Energiemix und zum Handlungsbedarf vorzunehmen. Der Runde Tisch Bioenergie soll regelmäßig zusammen kommen.

Die Bioenergie ist bereits die mit Abstand wichtigste erneuerbare Energie und sie hat noch beträchtliche Potenziale. Die EU strebt bis 2010 eine Verdoppelung des jetzigen Bioenergieanteils an der Primärenergieversorgung von vier auf rund acht Prozent an. Ein besonderer Vorzug der Bioenergie ist die stetige und planbare Bereitstellung.

Die Bioenergie kann einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgungssicherheit, zu Beschäftigung und Wertschöpfung, besonders in ländlichen Räumen und zum Klimaschutz leisten. Bioenergie kann bereits heute teilweise wettbewerbsfähig angeboten werden.

Einhellig wurden von den Vertretern der Wirtschaft verlässliche Rahmenbedingungen in allen drei Bereichen der Bioenergienutzung (Wärme, Strom, Kraftstoffe) als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterentwicklung dieses Sektors heraus gestellt.

(Vgl. Meldung vom 2006-01-23.)

Source: BMELV-Pressemitteilung Nr. 57 vom 2006-03-14.

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