3 Dezember 2009

Papierdünne Batterien aus Algen

Algen-Zellulose bietet den Schlüssel für neue Batterietechnologie

Seit längerem arbeiten Forscher weltweit an der Entwicklung von dünnen, flexiblen, leichten, günstigen und umweltfreundlichen Batterien, die ohne Metall auskommen. Leitende Polymere sind eines der vielversprechendsten Materialen dafür. Bislang gab es jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die Fähigkeit, eine Ladung zu speichern, nahm mit dem Gebrauch deutlich ab. Der Schlüssel hinter einer neuen Technologie der Universität Uppsala in Schweden könnte eine spezielle Art von Zellulose sein, die von der weit verbreiteten Cladophora-Alge produziert wird.

Die spezielle Zellulose, die von der Alge erzeugt wird, könnte der Schlüssel zu der neuen Technologie sein. Sie weist eine 100-mal größere Oberfläche auf als die Zellulose in Papier und eignet sich dadurch besser als Träger für die leitenden Polymere. Entsprechende Batterien sollen sich besser wiederaufladen lassen und die Ladung länger halten.

Man habe lange versucht, Algen konstruktiv zu nutzen, so Forscherin Maria Stromme von der Universität in Uppsala. Nun scheint es, als hätte man so eine Anwendungsmöglichkeit gefunden. Die neuartigen Batterien sollen nicht nur einfach herzustellen sein, sondern auch technisch mit herkömmlichen Lithium-Batterien konkurrieren können. Zudem können sie deutlich schneller als bisherige Akkus wiederaufgeladen werden und verlieren über die Zeit langsamer an Kapazität.

Source: Pressetext Austria, 2009-11-30.

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