11 November 2005

Österreichweite Kooperation Forst-Holz-Papier gegründet

Gesamte Wertschöpfungskette vom Wald bis zum Holzprodukt vertreten

Wien (AIZ) – Gestern Abend wurde im Haus der Industrie in Wien das Kooperationsabkommen Forst-Holz-Papier (FHP) gegründet, dem die sechs größten Interessenvertretungen der Forst- und Holzbranche angehören. FHP vertritt ab 01.01.2006 die gesamte Wertschöpfungskette vom Wald
bis zum fertigen Produkt aus Holz.

Ziel der Plattform ist die Bündelung der Kräfte, die Forcierung des Holzabsatzes und die verstärkte Kommunikation der Branchenleistungen gegenüber Politik und Gesellschaft. Erster Vorsitzender der Plattform ist Fritz Grillitsch, Vorsitzender des Forstausschusses der Landwirtschaftskammer Österreich.

Sechs Kooperationspartner mit wechselndem Vorsitz

Die Landwirtschaftskammer Österreich, die Land&Forst Betriebe Österreich und der Waldverband Österreich decken den Bereich Wald ab. Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs steht für die Säge-, Platten-, Holzbau- und Möbelindustrie. Die Papierbranche wird durch den Fachverband der Papierindustrie Österreichs und Austropapier (Vereinigung der Österreichischen Papierindustrie) vertreten. Jedes Jahr wechselt der Vorsitz der Plattform von einer Branche zur nächsten. Den Reigen der Vorsitzenden eröffnet Grillitsch. Sein Stellvertreter und Vorsitzender für 2007 ist Erich Wiesner, Obmann des Fachverbandes der Holzindustrie.

“FHP ist ein national wie international einmaliges Kooperationsabkommen, in dem Nachhaltigkeit als Wirtschaftsprinzip gelebt wird. Ziel ist es, in Zukunft über den Werkstoff Holz, der uns quasi bei den Fenstern hereinwächst, noch mehr heimische Potenziale zu nutzen und mit neuen Technologien so zu verknüpfen, dass die Menschen in Österreich Arbeit in ihrem Heimatort haben, daraus ein zufrieden stellendes Einkommen lukrieren und somit auch die Wertschöpfung in der Region bleibt.

FHP wird damit zu einem wesentlichen Motor für den ländlichen Raum, setzt ein deutliches Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und trägt maßgeblich zur Sicherung Österreichs als Wirtschaftsstandort bei”, erläuterte Grillitsch die Zielsetzungen.

Nationales Kooperationsabkommen mit internationaler Schlagkraft

FHP repräsentiert insgesamt rund die Hälfte der österreichischen Staatsfläche, 250.000 Arbeitsplätze in und rund um die Forst- und Holzwirtschaft, 190.000 Familienforstbetriebe, einen jährlichen Produktionswert von mehr als EUR 10 Mrd., nach dem Tourismus den zweitgrößten Aktivposten in der nationalen Leistungsbilanz, eine international höchst anerkannte Forstwirtschaft und eine innovative Holzforschung mit Weltruf, im Biomassebereich den wichtigsten Energieträger sowie wichtige Umwelt- und Wohlfahrtsleitungen für die gesamte Bevölkerung (saubere Luft, klares Wasser, riesiger Erholungsraum).

Ziele und Aufgaben der Plattform

Übereinstimmend haben die Organisationen mehrere Ziele formuliert. Zu diesen zählen die Wahrung des Grundsatzes der Nachhaltigkeit, die Mobilisierung der Holzreserven aus Österreichs Wälder und damit eine Verbesserung der Einkommenssituation der Waldbewirtschafter, die Förderung des Holzabsatzes, der Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Wertschöpfungskette Holz, die Bündelung der Kräfte in Werbung, Forschung und Innovation, die Standortsicherung für die Holz verarbeitende Industrie, die Leistungen der Branche bewusster machen und forcierter zu kommunizieren und sich damit in Politik und Gesellschaft besser Gehör zu verschaffen.

Source: APA-OTS vom 2005-11-11.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email