12 Juli 2000

Österreich/Ungarn: Größte Leinenspinnerei Europas überwindet Verlust in Ungarn

Die Lambacher Hitag Leinen AG, die größte Leinenspinnerei Europas wird kurzfristig die Anlaufverluste ihres ungarischen Werkes überwinden. Die 1999er Verluste in Höhe von 30,2 Mio. Schilling (ca. 2,2 Mio. Euro) führte der Hitag-Chef Peter Pfneisl gegenüber dem Wiener Standard auf die Bündelung verschiedener Probleme zurück. So verzögerte sich der Produktionsstart im Karolinaer Werk (Investitionsvolumen 200 Mio. Schilling) durch bürokratische Hemmnisse und die Ausbildung der neu eingestellten 250 Mitarbeiter um ein halbes Jahr. Während im letzten Jahr die Nachfrage größer war als die Produktion, sollen im Jahr 2000 alle Aufträge bedient werden. Pfneisl prognostiziert für dieses Jahr einen Umsatzzuwachs von 30 Prozent (1999: 300 Mio. S) und eine Gewinnsteigerung von 15 Prozent für die gesamte Gruppe. Für Ungarn wird ab 2004 ein positiver Return on Investment erwartet.

Bei der Hitag werden insgesamt neun Millionen Kilogramm Flachs pro Jahr (aus Frankreich, Belgien und Holland) zu Leinengarn verarbeitet. Hauptabnehmer ist Italien (60 %), gefolgt von Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den USA, Südkorea und Japan. 60 % des Absatzes gehen in den Bereich Oberbekleidung, 30 % in Heimtextilien und zehn Prozent in technische Textilien. Aufgrund des hohen Qualitätsstandards sieht sich die Hitag gegenüber dem Wettbewerb aus China und Russland gut gerüstet.

Autor: Klaus-Martin Meyer (nova)
Endredaktion: Michael Karus (nova)
Quelle: Der Standard (Wien) vom 12.07.00.

Source: Der Standard (Wien) vom 12.07.00.

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