19 Dezember 2006

Österreich: Versorgungssicherheit bei Pellets gegeben

Günstigste Energie ist die, die wir nicht verbrauchen

Seit Beginn der “kalten” Jahreszeit ist das Thema Heizen und Heizkosten bzw. Versorgungssicherheit in aller Munde”, so Salzburgs Energie-Landesrat Sepp Eisl bei der Pressefahrt zum Pelletsproduzenten FireStixx in Abtenau.

“Diskussionen um angebliche Versorgungsengpässe bei Pellets oder Hackschnitzel und stark gestiegene Preise, wie sie derzeit geführt werden, dürfen uns nicht vom eingeschlagenen Weg in Richtung erneuerbare Energie abweichen lassen”, mein Eisl. “Nachfragen bei einigen Produzenten und Händlern haben ergeben, dass sie keineswegs Versorgungs- bzw. Lieferschwierigkeiten haben, wie transportiert wurde. Eine einseitige Stimmungsmache ist sicherlich nicht zielführend.

Wichtig ist, dass wir jetzt vernetzt daran arbeiten, von ausländischen Erdöl- oder Gaslieferanten unabhängig zu werden, auf heimische Rohstoffe zu setzen und damit die lokale Wirtschaft zu stärken sowie Arbeitsplätze zu schaffen”, so Eisl. Eisl hat gemeinsam mit Dr. Christian Rakos von proPellets Austria zu einer Pressefahrt zur Firma FireStixx in Abtenau geladen, um die aktuelle Situation zum Thema Versorgungssicherheit mit Produzenten, Händlern und Verband zu diskutieren.

“Die Firma FireStixx ist ein produzierender Betrieb in heimischer Hand, der 80% seiner Produktion im Inland verkauft und wie viele andere Produzenten gerade zu den Spitzenzeiten im vergangenen Winter große Mengen von den Lieferungen nach Italien abgezogen hat, um in Österreich die Versorgung sicherzustellen. Umso unverantwortlicher ist es, vor diesem Hintergrund einen Versorgungsengpass bei Pellets zu beschwören, den es nicht gibt”, so Eisl.

“Insgesamt werden in Österreich deutlich mehr Pellets produziert, als verbraucht werden. 2006 sind das über 600.000 Tonnen in der Produktion im Vergleich zu rund 400.000 Tonnen im Verbrauch. Alleine mit den 80% unserer Produktion, die wir in Österreich verkaufen, könnten wir ganz Salzburg mit Pellets versorgen”, ergänzt Ing. Christian Pölzleitner, Geschäftsführer der Firma FireStixx.

“Die Prognose für 2007 geht von 900.000 Tonnen Produktion und rund 550.000 Tonnen Verbrauch in Österreich aus. Führende Produzenten steigern im kommenden Jahr ihre Produktion deutlich, einige verdoppeln sogar. Dazu kommen neue Produktionsstandorte, die 2007 und 2008 in Betrieb gehen werden”, so Eisl. Er warne davor, durch das Verbreiten eines angeblichen Versorgungsengpasses dem heimischen, umweltfreundlichen Brennstoff Pellets nachhaltig zu schaden.

“Auch wenn die Pellets-Preise auf Grund der innerhalb kürzester Zeit enorm gestiegenen Nachfrage deutlich angestiegen sind, sind Pellets nach wie vor eine günstigere Alternative zu Öl.

Durch die Produktionssteigerung in den kommenden Monaten wird sich auch die Preissituation wieder entspannen. Generell dürfen wir die Entscheidung für einen Brennstoff nicht von den Tagespreisen abhängig machen, sondern jenen wählen, der auch zukunftsfähig ist.

Unabhängig von der Preisdiskussion müssen wir uns aber Tatsache bewusst sein: Die günstigste Energie ist jene, die wir nicht verbrauchen. Das heißt wir müssen neben der Nutzung erneuerbarer Energieformen alle Anstrengungen in die Energieeffizienz und damit in die Reduktion des Energieverbrauchs ohne Komfortverlust investieren”, fordert Eisl.

(Vgl. Meldung vom 2006-12-01.)

Source: Oekonews vom 2006-12-19.

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