7 Januar 2009

Österreich: Studie zu Einführung, Erfassung und Verwertung von Bio-Kunststoffen

Bioplastik braucht Landwirtschaft, Wissenschaft, Industrie, Handel und Gesetzgebung

Auskünfte über Bio-Kunststoffe, ihre Einführung, Erfassung und Verwertung liefert eine vom Land Niederösterreich in Auftrag gegebene Studie, deren Ergebnisse seit kurzem vorliegen. Diese aktuelle Potenzialanalyse bildet eine wertvolle Grundlage für den Fortschritt der neuen Produktidee. Mit dem Kunststoff-Cluster und der im Herbst 2005 gestarteten Initiative “N packt’s” für Bio-Kunststoffe hat das Land Niederösterreich auch bereits die Basis für entsprechende Unternehmensnetzwerke gelegt.

© www.n-packts.at 08-12-09
© www.n-packts.at 08-12-09

Dabei geht es um die Förderung von biologischen Kunststoffen, die zum größten Teil aus nachwachsenden Rohstoffen wie Pflanzenstärke, Zucker oder Cellulose bestehen und biologisch abbaubar sind. Inzwischen können diese Erzeugnisse unterschiedliche Aufgaben erfüllen und herkömmliche Kunststoffe vielfach ersetzen. Biokunststoffe werden mittlerweile zu Bechern, Besteck, Tellern, Agrarfolien, Beschichtungen, Pflanzentöpfen oder Spielzeug verarbeitet.

Im Rahmen des nun vorliegenden Bedarfs- und Entwicklungsplanes wurden die wesentlichen Produktionsmöglichkeiten und
Rohstoffpotenziale ermittelt. Dabei geht es um die Einbeziehung der gesamten Prozesskette, von den Rohstoffen aus der landwirtschaftlichen Produktion über die Erzeugung der Grundstoffe bis hin zur Kunststoffherstellung und seiner -verarbeitung.

Entsprechend der aktuellen Studie ist zur Verringerung des Treibhauseffekts ein Umstieg auf Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zwar sinnvoll, doch ist dazu die Einbindung von Landwirtschaft, Wissenschaft, Industrie, Handel und Gesetzgebung notwendig. Weltweit sind der Kunststoffverbrauch und damit der Erdölbedarf im Steigen begriffen. Mit der Initiative “N packt’s” forciert das Land Niederösterreich einerseits die Forschung auf dem Gebiet der Bio-Kunststoffe, andererseits auch deren Einsatz. So eignen sich zum Beispiel Maisstärkesäcke bestens zum Frischhalten von Brot, Obst und Gemüse. Biokunststoffe in Haushaltsmengen gibt es bei der Firma “naku”.

Weitere Informationen
BIOKUNSTSTOFFE Nachhaltig einführen – erfassen – verwerten: Aspekte zur nachhaltigen Einführung und Verwertung
bioabbaubarer Kunststoffe über Systeme der getrennten Erfassung und Kompostierung.
(PDF-Dokument, 3,7 MB) Endbericht, November 2008

Kontakt
Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Umweltwirtschaft und Raumordnungsförderung
Christiane Ademilua
Tel.: 02742/9005-14323
E-Mail: post.ru3@noel.gv.at
Internet: www.n-packts.at

Source: OTS, Pressemitteilung der Niederösterreichischen Landesregierung, 2009-01-05.

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