7 September 2004

Österreich: Öllobby intrigiert gegen Biomasse-Anlagen

Anrainer werden durch Horrorszenarien und falsche Fakten verunsichert

Wie die AIZ berichtet, werden vom IWO-Österreich (Institut für wirtschaftliche Ölheizung), dem die OMV Aktiengesellschaft als größtes und potentestes Mitglied angehört, derzeit vorformulierte Einsprüche an Anrainer von geplanten Biomasse-Heizwerke-Projekten verteilt. Die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs verlangte nun in einem Protestschreiben an OMV-Generaldirektor Wolfgang Ruttenstorfer eine sofortige Einstellung der Ruf-schädigenden Kampagne.

Die Bauernvertretung fühlt sich durch die Aktion verunglimpft, so werde dort mit prognostizierten “Horrorszenarien” und glattweg falschen Behauptungen der Eindruck erweckt, die geplanten Anlagen bergen “Risiken für Sie und Ihre Kinder”. Aufgeführt seien in den Einspruchs-Formularen falsche, unwahre und zum Teil veraltete Fakten sowie nicht belegbare Behauptungen, die lediglich Antiwerbung für alternative Energien und eine Verunsicherung in der Bevölkerung forcierten.

Beim IWO zeigt man sich vom Aufruf der Landwirtschaftsvertretung unbeeindruckt. Die Kampagne werde fortgesetzt, erklärte IWO-Produktmanager Christian Ulrich auf APA-Anfrage.

Kontakt und Rückfragen:
AIZ – Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel.: 01-533-18-43
Fax: 01-535-04-38
E-Mail: pressedienst@aiz.info

Source: AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienstund Tirol online vom 2004-09-06.

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