12 Juli 2004

Österreich: Maisenergie aus Mureck

Modernste Biogas-Anlage Europas soll mit regionalen Rohstoffen gefüttert werden

Ab Dezember soll eine der modernsten und effizientesten Biogasanlagen Europas sowohl Wärme als auch Strom an die Murecker Bevölkerung liefern. Regional anfallende Gülle und Mais aus der Region sollen dabei die Hauptrohstoffe stellen, aber auch die angeschlossene Biodiesel-Anlage “Seeg” wird 2.000 Tonnen Bio-Abfälle zuschießen.

Dabei sind die Betreiber, die “Ökostrom Mureck GmbH” auch stolz auf einen künftig geschlossenen Wertschöpfungskreislauf: “Das aus der Vergärung dieser Rohstoffe entstehende Methangas treibt letztlich einen Generator an, der den Strom erzeugt”, erklärte Geschäftsführer Karl Totter junior bei der jüngsten Baubesichtigung. Der gewonnene Strom fließe gänzlich in das öffentliche Netz, die Abwärme decke zu 75 Prozent das örtliche Nahwärmenetz ab, während die bei der Vergärung zurück gebliebene Flüssigkeit als Dünger wieder auf die Felder ausgebracht werden kann.

Zielsetzung des ehrgeizigen Projekts ist dabei die in regionaler Hand verbleibende Rohstoff- und Wirtschaftsinstanz: “Sieben Bauern aus Mureck fungieren als Gesellschafter dieser mit ungefähr vier Millionen Euro veranschlagten Biogasanlage”, so der Obmann und Pionier in Sachen Bioenergie, Karl Totter senior.

Die Kommune sieht hier noch weiter: “Wenn wir unser Klima erhalten wollen, muss dieser Weg konsequent fortgesetzt werden”, verwies Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski auch auf die ökologischen Aspekte dieser alternativen Energiegewinnung.

(Vgl. Meldung vom 2003-06-12.)

Source: Kleine Zeitung vom 2004-07-12.

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