29 Juni 2009

Österreich: Heizungsbauer wirbt für Kurzumtriebsplantagen

Heute 1.000 Hektar, bald schon 70.000 Hektar?

Wie die Bauernzeitung berichtet, wird Kurzumtriebsholz nach Aussage von Erwin Stubenschrott, Geschäftsführer des Holzheizungs-Herstellers KWB, in Österreich auf rund 1.000 Hektar angebaut, wobei derzeit hauptsächlich Hackgut erzeugt wird. Schätzungen gehen von einem Potenzial von rund 60.000 bis 70.000 Hektar aus. Schnellwachsende Züchtungen mit Erträgen von mehr als zwölf Tonnen Trockenmasse pro Hektar stehen hierfür zur Verfügung.

Technisch gesehen soll die Produktion von Energieholz kein Problem sein. Die Ernte erfolgt entweder motormanuell oder mithilfe eines umgerüsteten Maishäckslers und ähnlichem sowie bei längeren Umtriebszeiten und größeren Durchmessern mit herkömmlichen forstwirtschaftlichen Geräten, wie beispielsweise Harvester oder Fäller-Bündler.

Stubenschrott erwartet, dass in Zukunft auch Pellets aus Kurzumtriebsholz hergestellt werden. Allein das heimische Flächenpotenzial für Energieholz soll für rund 720.000 bis 980.000 Tonnen Pellets pro Jahr ausreichen. Das sind 150 bis 200 Prozent des derzeitigen jährlichen österreichischen Verbrauchs. In dem nach eigenen Angaben größten privaten Biomasse-Forschungszentrum Europas in St. Margarethen/Raab in der Steiermark habe KWB bereits vor Jahren die Entwicklung hierfür betrieben und seine Produkte laufend optimiert.

Theoretisch sei auch eine überbetriebliche Pellets-Erzeugung in den Händen der Landwirtschaft möglich. Eine mittelgroße Anlage kostet laut Stubenschrott rund eine bis zwei Mio. Euro.

Source: Bauernzeitung, 2009-06-29.

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