22 Februar 2005

Ölsaaten-Produktionskosten deutscher Erzeuger deutlich höher als bei internationalen Mitbewerbern

Selbst große ostdeutsche Ackerbaubetriebe auf guten Standorten produzieren ihre Ölsaaten teurer als ihre internationalen Mitbewerber. Dies weist der aktuell veröffentlichte erste Cash Crop Report des International Farm Comparison Network (IFCN) aus.

Das von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) Braunschweig koordinierte IFCN ist ein weltweiter Zusammenschluss von Wissenschaftlern, Beratern und Landwirten. Ziel ist ein weltweit besseres Verständnis rund um die Marktfruchtproduktion. Das Wissen, das durch das IFCN-Netzwerk bereitgestellt wird, dient als Grundlage für Entscheidungen von Landwirten und der ihnen vor- und nachgelagerten Unternehmen. Des Weiteren können politische Diskussionen besser mit Fakten untermauert werden, um Lösungsfindungen einfacher zu gestalten. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) unterstützt den Aufbau dieses Netzwerkes im Bereich Ölsaaten.

Herzstück des ersten Berichtes ist ein internationaler Betriebsvergleich mit 25 typischen Ackerbaubetrieben aus 12 Ländern bezüglich der Ölsaaten-Produktionskosten.

Der internationale Vergleich zeigt, dass zur Zeit die Betriebe in Südamerika die geringsten Produktionskosten aufweisen und dass die Ukraine ein erhebliches Potenzial besitzt. Betriebe in Europa und insbesondere in Deutschland weisen demgegenüber deutlich höhere Produktionskosten auf. Zur weitergehenden Analyse ist künftig die verstärkte Einbeziehung von regionstypischen Rahmenbedingungen der Produktion vorgesehen.

Darüber hinaus enthält der IFCN Cash Crop Report 2005 Informationen über die Länder und Regionen, in denen die einzelnen typischen Ackerbaubetriebe liegen. Ferner werden zwei Sonderstudien, die im Rahmen des Netzwerkes zur EU-Agrarreform angefertigt wurden, zusammengefasst dargestellt.

Der englischsprachige Bericht kann als elektronische Version unter http://www.ifcnnetwork.org/ unter IFCN Cash Crops – Cash Crop Report als Download bestellt werden.

Source: UFOP-Pressemeldung vom 2005-02.

Share on Twitter+1Share on FacebookShare on XingShare on LinkedInShare via email