31 Oktober 2002

Ölleinanbau gewinnt an Wettbewerbskraft

Bei den derzeitigen Marktpreisen verdeutlicht ein Deckungsbeitragsvergleich, dass der Ölleinanbau gegenüber anderen Ackerbaukulturen wieder interessant wird. Hintergrund ist die Initiative der Erfurter Ölmühle Werner Fischer GmbH, den benötigten Eigenbedarf an Leinsaat möglichst aus heimischer Erzeugung decken zu können. Durch die Absenkung der Flächenzahlung für Öllein auf diejenige von Getreide, Ölsaaten und Flächenstilllegung ist der Ölleinanbau im Jahre 2002 deutlich eingebrochen. Dies geht einher mit rückläufiger Verfügbarkeit von Leinsaat am Weltmarkt, besonders aus Kanada. Am Weltmarkt haben sich deshalb die Preise für Leinsaat deutlich gefestigt. Die Erfurter Ölmühle ist bereit, in Verbindung mit Genossenschaften und Landhandel für das Anbaujahr 2003 Anbau- und Lieferverträge für heimische Leinsaat abzuschließen, wenn entsprechende Qualität, Feuchtigkeit und Reinheit garantiert werden kann.

Eine grobe Deckungsbeitragskalkulation weist aus, dass für Leinsaat bei einem Ertrag von 15 Dezitonnen je Hektar einem Erzeugerpreis von 25 Euro je Dezitonne und variable Kosten von 230 Euro je Hektar unter Berücksichtigung einer Flächenzahlung von 387 Euro je Hektar ein Deckungsbeitrag von ca. 532 Euro je Hektar erzielt werden kann. Diese Richtwerte variieren von Betrieb zu Betrieb. Dem ist ein nicht unbeträchtlicher Vorfruchtwert der Gesundungsfrucht Leinsaat hinzuzurechnen.

Die Kalkulation soll dazu dienen, interessierte Erzeuger dazu anzuregen, ihre Anbauplanung 2003 unter Berücksichtigung der Alternative Leinsaat zu überdenken. Bei Interesse bitten wir die Erzeuger, sich mit ihrem Geschäftspartner bei Genossenschaften oder Landhandel bzw. direkt mit der Erfurter Ölmühle Werner Fischer GmbH, Heilige Grabesmühlgasse 1, 99084 Erfurt, Tel.: 0361/64 220 17, Fax: 0361/56 241 03, in Verbindung zu setzen.

(Vgl. Meldung vom 2002-10-29.)

Source: Pressemitteilung der UFOP vom 2002-10-31.

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